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Chronik

16.685 Neuinfektionen, aber weniger Intensivpatienten

Von nachrichten.at/apa   18. Januar 2022 11:51 Uhr

HEALTH-CORONAVIRUS/NETHERLANDS
(Symbolbild)

WIEN. Die infektiösere Omikron-Variante lässt die Fallzahlen in Österreich in der fünften Welle weiter ansteigen.

Am Dienstag meldeten die Ministerien den vierthöchsten Tageswert seit Pandemiebeginn. Innerhalb der vergangenen 24 Stunden wurden 16.685 Corona-Neuinfektionen und 20 weitere Todesopfer registriert. In den Spitälern müssen wieder mehr als 1.000 Covid-19-Patienten behandelt werden, auf den Intensivstationen ist die Zahl der Schwerkranken weiter rückläufig.

Erstmal seit vier Monaten müssen weniger als 200 Intensivpatienten versorgt werden. 197 Schwerkranke benötigten am Dienstag eine Behandlung auf den österreichischen ICUs, um 15 weniger als am Montag. Weniger als 200 waren es zuletzt zu Beginn der damals vierten Welle am 15. September. 198 Schwerkranke lagen damals auf Intensivstationen.

Experten hatten bereits davor gewarnt, dass Omikron Normalstationen statt Intensivstationen unter Druck setzen kann. In den heimischen Spitälern steigt die Bettenauslastung mit Covid-19-Patienten auf den Normalstationen wieder an. 1.012 Erkrankte lagen am Dienstag insgesamt in Krankenhäusern, um 78 mehr als am Montag. Die meisten kamen mit 22 in Kärnten und 20 in Niederösterreich hinzu. Seit vergangener Woche gab es österreichweit eine Steigerung der Patientinnen und Patienten um neun Prozent. Deutliche Zuwächse verzeichneten auch hier Kärnten mit plus 26 Prozent binnen einer Woche oder Niederösterreich mit plus 17 Prozent.

Mittlerweile sind übrigens genau 75 Prozent der Österreicher zumindest einmal geimpft. Einen gültigen Impfschutz haben aber nur 71,7 Prozent, exakt 6.406.829 Österreicher. Sollten sich die Betroffenen ihre Booster-Impfung nicht holen, werden im Februar mehrere Hunderttausend weitere Zertifikate ablaufen.

Die 16.685 Corona-Infektionen binnen 24 Stunden lassen nunmehr auch den Sieben-Tages-Schnitt über 16.000 ansteigen. Er betrug am Dienstag bereits 16.321. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg auf 1.279 Fälle auf 100.000 Einwohner. Am Dienstag gibt es in Österreich 147.920 bestätigte aktive Fälle, um 6.539 mehr als am Tag zuvor.

Die 20 Todesfälle sind der höchste 24-Stunden-Wert seit 6. Jänner. Allein in der vergangenen Woche wurden 70 Tote registriert. Insgesamt hat die Covid-19-Pandemie seit Ausbruch bereits 13.942 Todesopfer in Österreich gefordert. Pro 100.000 Einwohner sind 156,1 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben.

Seit Pandemiebeginn hat es in Österreich bereits 1.475.991 bestätigte Fälle gegeben. Genesen sind seit Ausbruch der Epidemie 1.314.129 Personen. Die meisten Neuinfektionen seit Montag meldete Wien mit 4.358, gefolgt von 3.002 in Oberösterreich und 2.678 in Niederösterreich. In Tirol kamen 2.123 weitere Infizierte hinzu, in der Steiermark 1.362 und in Salzburg 1.333. Vorarlberg meldet 907 neue Fälle, Kärnten 685 und das Burgenland 237.

Das Bundesland mit der höchsten Sieben-Tage-Inzidenz ist weiterhin Salzburg mit 2.163,9, gefolgt von Tirol, Wien und Vorarlberg (1.874,7, 1.727 bzw. 1.225,3). Dahinter reihen sich Oberösterreich (1.118,7), Niederösterreich (1.017,9), Kärnten (787,6), die Steiermark (771,1) und das Burgenland (613,2).

Insgesamt 841.608 PCR- und Antigen-Schnelltests wurden in den vergangenen 24 Stunden eingemeldet. Davon waren 596.922 aussagekräftige PCR-Tests, davon lieferten 2,8 Prozent positive Ergebnisse. Im Wochenschnitt wurden zuletzt täglich mehr PCR-Analysen - 640.685 - mit einer niedrigeren Positivrate von 2,5 Prozent durchgeführt.

Am Montag wurden österreichweit 34.267 Impfungen durchgeführt worden - rund elf Prozent Erststiche und mehr als 70 Prozent Drittstiche. Am höchsten ist die Schutzrate (gültiges Impfzertifikat) im Burgenland mit 77,3 Prozent. In Niederösterreich haben 73,6 Prozent der Bevölkerung einen validen Impfschutz, in der Steiermark 71,8 Prozent. Nach Wien (70,6), Tirol (70,4), Vorarlberg (68,6), Salzburg (68,6) und Kärnten (68,5) bildet Oberösterreich das Schlusslicht mit 67,5 Prozent.

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