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120 Feuerwehrleute aus Österreich retteten Hochwasser-Opfer in Belgien

19.Juli 2021

120 Feuerwehrleute aus Österreich retteten Hochwasser-Opfer in Belgien
Zahlreiche Menschen konnten aus dem Krisengebiet in Lüttich gerettet werden.

Im Krisengebiet zwischen eingestürzten Häusern, überfluteten Wohnungen und weggespülten Autos Überlebende zu finden – das war in den vergangenen Tagen die Aufgabe der 120 Helfer der niederösterreichischen Feuerwehren. Am Donnerstagnachmittag waren diese mit 16 Fahrzeugen und 26 Rettungsbooten zum internationalen Hilfseinsatz nach Belgien aufgebrochen, nachdem es zuvor in der Provinz Lüttich zu schweren Unwettern gekommen war.

Nach zwölfstündiger Fahrt in das belgische Krisengebiet durchsuchten die Feuerwehrleute ab Freitagfrüh 70 bis 80 teils eingestürzte Häuser, in denen das Wasser rund zwei Meter hoch stand. In der Stadt Theux erreichte der Hoëgne-Bach einen nie da gewesenen Rekordpegel und entwickelte sich zu einem reißenden Fluss, der Autos wegschwemmte und einen Großteil der Gebäude der Stadt massiv beschädigte. Mit Feuerwehrzillen wurden acht Überlebende aus dem Krisengebiet gebracht, aber auch drei Leichen wurden von den Feuerwehrleuten geborgen, sagt Franz Resperger vom Landesfeuerwehrkommando.

Nachdem sich die Wassermassen zurückgezogen hatten, erklärte Belgien den internationalen Hilfseinsatz Freitagabend für beendet. Die weiteren Aufräumarbeiten würden von den belgischen Feuerwehren übernommen. Am späten Samstagnachmittag kehrten die 120 niederösterreichischen Helfer wieder nach Tulln zurück. Vor der Abreise bedankte sich das belgische Königspaar Philippe und Mathilde sowie Belgiens Innenministerin Annelies Verlinden für den Einsatz der niederösterreichischen Feuerwehr. "Ich habe mit großer Sorge die Geschehnisse in den vom Hochwasser betroffenen Gebieten verfolgt und bin froh, dass alle Feuerwehrleute wohlbehalten nach Hause zurückgekehrt sind", sagte Innenminister Karl Nehammer (VP) anlässlich der Rückkehr.

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