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Oberösterreich

Zwölf Grad im Advent: Winter vom Winde verweht

Von Gabriel Egger 14. Dezember 2019 00:04 Uhr

Zwölf Grad im Advent: Winter vom Winde verweht
Kein Schnee, dafür viel Sonne in Sicht

LINZ. Der Föhn vertreibt ab heute Nachmittag die Kälte – Temperaturen steigen auch in den Bergen auf bis zu acht Grad an.

Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, Glätte, eisiger Wind: ein ganz normaler Tag im Dezember. Doch die Kälte, die Oberösterreich in den vergangenen Tagen zu spüren bekam, ist schon wieder Schnee von gestern. Denn der Winter ist milde geworden. So mild, dass einem in der Vorweihnachtszeit auch ohne dicke Pullover und Jacken warm ums Herz werden wird. Ab heute Nachmittag treibt der einsetzende Föhn Wind und Temperaturen auf die Spitze.

Niederschlag ist, so weit die seriösen Prognosen reichen, nicht in Sicht. Die Schneeflocken, die heute Vormittag vereinzelt vom Himmel fallen, verwandeln sich schon bald in Regentropfen. Ab Nachmittag vertreibt starker Wind die Wolken, die Sonne schiebt sich dazwischen, die Temperaturen steigen auf bis zu acht Grad an. "Der Wind kann Geschwindigkeiten von bis zu 70 km/h erreichen. Es wird eine Sturmwarnung geben, sagt Bernhard Niedermoser, Meteorologe bei der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG).

"Keine große Schneeschmelze"

Am Sonntag wird der Winter dann endgültig vom Winde verweht: Der Föhnsturm lässt zwar langsam nach, die Temperaturen steigen aber kontinuierlich an: Bei elf Grad scheint vermehrt die Sonne.

Eine Woche vor dem Heiligen Abend ist das Wetter schließlich überhaupt nicht mehr in Weihnachtsstimmung: Die Frostgrenze steigt auf über 3000 Meter Seehöhe, in den Tälern kann nur der Nebel den Sonnenschein trüben. "Die Temperaturen werden sich die gesamte Woche bei rund zwölf Grad plus einpendeln", sagt Niedermoser. Auch in den Bergen sind Temperaturen bis zu acht Grad in 2000 Meter Seehöhe keine Seltenheit. Für Oberösterreichs Skigebiete gibt es trotz dieser Hiobsbotschaft – eine weitere Beschneiung ist bei diesen Temperaturen nicht möglich – auch eine gute Nachricht: "Die Luft ist trocken, eine große Schneeschmelze ist durch die warmen Temperaturen nicht zu befürchten", sagt der Meteorologe. Mehr als 30 Zentimeter würden in Oberösterreich aber ohnehin nur auf dem Dachstein liegen.

Einen kleinen Hoffnungsschimmer gibt es noch für jene, die sich nach weißen Weihnachten sehnen: "Es gibt Wettermodelle, die eine Kaltfront für den 23. und 24. Dezember voraussagen. Das ist aber noch sehr unsicher", sagt Niedermoser. Aus jetziger Sicht seien weiße Weihnachten aber "sehr unwahrscheinlich".

 

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Gabriel Egger

Redakteur Land und Leute

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