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Oberösterreich

Zivilschutz: ein SMS für den Katastrophenfall

LINZ. Im Krisenfall Bürger mit wichtigen Informationen zu sorgen: Diese Aufgabe soll das Zivilschutz-SMS erfüllen, das laut Zivilschutzverband auch im aktuellen Schneechaos nützlich sein sollte. 

Das SMS informiert beispielsweise über Straßensperren Bild: APA

Welche Straßen sind auf meinem Arbeitsweg gesperrt? Und wann hat der Kindergarten wieder geöffnet? Solche Fragen stellen sich wohl derzeit viele Bewohner jener Gemeinden im Land, die besonders vom Schneechaos betroffen sind. Eine Möglichkeit, darauf Antworten zu erhalten, ist das Zivilschutz-SMS. Michael Hammer, Präsident des oberösterreichischen Zivilschutzes, und Geschäftsführer Josef Lindner nahmen am Freitag die aktuelle Situation zum Anlass, um auf diesen Service hinzuweisen. 

Verschickt werden die Nachrichten vom Bürgermeister der jeweiligen Gemeinde. „Der Vorteil ist, dass Informationen zielgerichtet und kleinräumig weitergegeben werden“, sagte Hammer. Das bedeutet: Ist beispielsweise eine bestimmte Straße gesperrt, erfahren die Bewohner der betroffenen Ortschaft davon. Anmelden kann man sich unter zivilschutz-ooe.at, für Bürger ist der Service kostenlos, für Gemeinden fallen je Nachricht neun Cent an. Rund 20.000 Oberösterreicher haben sich bisher registriert. Auch bundesweit ist ein derartiges Projekt in Planung, wie Verkehrsminister Norbert Hofer Anfang Jänner bekanntgab. 

„Das Zivilschutz-SMS ist ein Hilfsmittel“, sagte der für Katastrophenschutz zuständige Landesrat Elmar Podgorschek (FP), der betonte, wie wichtig Eigenverantwortung gerade in Ausnahmesituationen sei. „Ein Problem ist die Versorgungsmentalität. Man darf sich nicht darauf verlassen, dass Einsatzorganisationen, Gemeinden, Land und Bund schon zur Stelle sein werden. Jeder ist für sich selbst verantwortlich.“ Dazu gehört auch, dass Warnungen ernstgenommen werden sollten. „Leider gibt es immer wieder Menschen, die sich darüber hinwegsetzen, Wintersportler zum Beispiel, die sich trotz Lawinengefahr ins freie Gelände begeben und anschließend gerettet werden müssen“, sagte Podgorschek. Zudem rät der Zivilschutzverband, den eigenen Haushalt für Krisenfälle vorzubereiten. Die Empfehlung lautet, Wasser und Lebensmittel für eine Woche vorrätig zu haben.

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Artikel 11. Januar 2019 - 12:23 Uhr
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