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Oberösterreich

Wie ein Feuerwehrmann selbst zum Zündler wurde

Von OÖN   02. Juli 2022 11:02 Uhr

Flamme

ANDORF. Eine Rivalität zwischen zwei Löschgruppen der Feuerwehr Andorf eskalierte vor 60 Jahren. Wie die OÖNachrichten 1962 darüber berichteten.

"Feuerwehrmann mit krankhaftem Ehrgeiz" titelten die OÖN am 2. Juli 1962 über einen Brand auf einem Bauernhof in Andorf (Bezirk Schärding). Wie sich herausstellte, hatte ein 37-jähriger Feuerwehrmann damals "seine Hand im Spiel", wie im Zeitungsbericht zu lesen war. Der Oberlöschmeister hatte den Brand selbst gelegt, wartete, bis die Sirene heulte, und beteiligte sich dann eifrig an den Löscharbeiten. Dadurch wurde er zuerst nicht verdächtigt, verstrickte sich dann aber in Widersprüche und gestand schließlich seine Tat.

Seine Begründung: Die Feuerwehr gehe ihm über alles, das habe zu Hänseleien durch Kameraden geführt. Denen habe er es zeigen wollen. "Es war ihm scherzhalber vorgeworfen worden, dass er mit seiner Löschgruppe nichts zuwege bringe, nicht einmal eine Auszeichnung", heißt es im Artikel. Das habe sich der 37-jährige Schrankenwärter bei der Bundesbahn so sehr zu Herzen genommen, dass er "in einem krankhaften Ehrgeiz zum Streichholz griff". Bei dem Feuer entstand durch das rasche Eingreifen der Feuerwehrleute ein nur geringer Schaden von 2000 Schilling. 

Der damalige OÖN-Bericht:

Rückblick 2.7.2022

 

 

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