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Oberösterreich

"Wenn das Kennzeichen weg ist, tut's richtig weh"

25. Mai 2020 00:04 Uhr

Die Polizei will mit ihren Kontrollen die „schwarzen Schafe“ der Autoszene herausfiltern. (Symbolbild)

LINZ. Schwerpunktkontrollen gegen illegale Rennen und Autotuning.

Zu schnell, zu laut, zu tief: Die perfekt aufpolierten Autos sind zwar fürs Auge ein Genuss, für die Sicherheit auf den Straßen und die Ohren der Anrainer aber nicht tragbar. Nach mehreren illegalen Autorennen und Großtreffen der Tuningszene im Großraum Linz hat sich die Polizei mit dem Verkehrsressort des Landes zusammengeschlossen, um die "schwarzen Schafe" der Autoszene einzubremsen.

"Wir wollen mit den Kontrollen die Spreu vom Weizen trennen und all jene rausfiltern, die illegal unterwegs sind und sinnlos Krawall machen", sagt Klaus Scherleitner, Chef der Landesverkehrsabteilung. Denn es seien viele dabei, die ihre Autos schön herrichten, und das völlig legal, so der oberste Verkehrspolizist. Und dann gebe es jene, die alles tun, um einen noch lauteren "Spruch" zu erzeugen, schneller zu fahren und ihre Rundumverkleidung noch näher an den Asphalt zu bringen. Sie versuchen dabei auch, die Polizisten auszutricksen, doch bei der Schwerpunktkontrolle Samstagnacht an den Hotspots in Linz und Umgebung waren die Autofreaks chancenlos. Nicht nur, weil die Polizei Insidertipps hatte, wo und wann sich die Gleichgesinnten treffen, sondern weil neben den neun Polizeistreifen auch zwei Sachverständige des Landes mit einem Prüfstand dabei waren. Sie fanden jeden illegalen Einbau.

Vier der aufgemotzten Autos hatten beispielsweise eine "Klappenauspuffanlage", mit der die Autos noch lauter werden. Diese Anlage ist unter dem Auto montiert und somit nur auf dem Prüfstand zu sehen.

Umbau in Originalzustand

Insgesamt sieben Autofreaks sind ihre Taferl los und müssen längere Zeit auf ihren fahrbaren Untersatz verzichten. "Wenn das Kennzeichen weg ist, tut’s richtig weh", sagt Scherleitner. Eine Geldstrafe sei schnell bezahlt. Wer sein Taferl aber verliert, muss das Auto mit den Originalteilen wieder in den Originalzustand zurückbauen und darf erst nach einer neuerlichen Überprüfung durch die Sachverständigen zurück auf die Straße.

"Durch das fahrlässige und rücksichtslose Verhalten einiger PS-Rowdys entstehen Lärmbelästigungen und Sicherheitsgefährdungen", betont Infrastrukturlandesrat Günther Steinkellner. Deshalb werde es weitere Kooperationen von Polizei und Land geben. (mpk)

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