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Wels

Zusammenrücken auf der Festwiese: "Wir sehen uns als große Familie"

Von Erik Famler  15. September 2021 05:48 Uhr

Zusammenrücken auf der Festwiese: "Wir sehen uns als große Familie"
Christine Wimmer leitet den Aufbau am Welser Volksfest.

WELS. Christine Wimmer überwacht den Aufbau am Welser Volksfest, das morgen endlich startet

Wenn morgen um 18 Uhr auf dem Welser Volksfest das erste Bier serviert wird, kann Christine Wimmer erleichtert durchatmen. Sie verantwortet seit 15 Jahren den Aufbau und die Organisation des Festes.

Die kniffligste Aufgabe hat die Lambacherin bereits gestern absolviert. 30 Fahrgeschäfte bilden in diesem Jahr den Vergnügungspark. "Bei der Platzvergabe mische ich gerne. Umgekehrt hat jeder eine Vorstellung, wo er stehen möchte." Wenn es sich zwischen den Fahrgeschäften spießt, rückt man kollegial zusammen: "Wir sehen uns als große Familien und helfen einander", betont die heimliche Regentin am Welser Volksfest.

Zusammenrücken auf der Festwiese: "Wir sehen uns als große Familie"
Im Vergnügungspark wurde am Dienstag noch eifrig gezogen, gehämmert und geschraubt.

Schmäh und Gelassenheit

Wer mit Schaustellern beruflich gut auskommen will, muss sich zu behaupten wissen. Mit Gelassenheit und Schmäh begegnet sie den mitunter schroff wirkenden Charakteren. Was ärgert sie? "Gewisse Dinge mag ich gar nicht. Zum Beispiel, wenn jemand während des Festbetriebes auf das Gelände fährt. Da bin ich sehr bestimmt – wirklich laut werde ich aber nie."

Mit dem Lageplan in der Hand weist die Projektleiterin die Stellplätze an. Bei der Platzvergabe und dem Aufstellen der Fahrgeschäfte ist Präzision gefragt. Besondere Aufmerksamkeit schenkt sie dem Luftraum: "Die Fahrgeschäfte fliegen in alle Richtungen, da braucht es den nötigen Sicherheitsabstand", schildert Wimmer. Damit sich alles ausgeht, muss der Platz vorher vermessen werden.

Um parkende Autos zu entfernen, musste gestern noch der Abschleppdienst anrücken: "Das Gelände ist seit Tagen abgesperrt, aber irgendwie finden immer wieder Leute einen Weg hinein", wundert sich die 52-Jährige.

Zusammenrücken auf der Festwiese: "Wir sehen uns als große Familie"
Trotz Sperre wurde noch geparkt. Der Abschleppdienst löste das Problem.

Vor dem großen Bierzelt ziehen acht Männer mit Stricken Teile der riesigen Dachplane nach oben. Die Zeltmonteure lachen und scherzen. Wie diese Arbeiter ist auch Christine Wimmer heilfroh, dass das Welser Volksfest nach zwei Jahren Corona-Pause wieder stattfinden kann.

Entsprechend locker ist auch die Stimmung bei den Schaustellern. Man grüßt sich freundlich und ist froh, dass es morgen losgehen kann.

Zur Festwiese geht’s nur mit 3-G-Nachweis (Ausnahme: Kinder unter 12 Jahren). Zwecks Legitimierung sollten Besucher einen Lichtbildausweis dabeihaben. In der Weinkost gilt die 2-G-Regel. Der Covid-Testbus steht gegenüber der Messehalle 20.

Artikel von

Erik Famler

Lokalredakteur Wels

Erik Famler
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