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Oberösterreich  > Wels

Widerstand von Erfolg gekrönt: Neuer Standort für den Kindergarten Pernau

WELS. Stadt kauft ein 10.000 qm großes Areal an der Kreuzung Negrelli-/Schafwiesenstraße.

Silvia Huber  Bild: Stadt wels

Drei Monate dauerte das Tauziehen um einen anderen Standort für den geplanten, neuen Kindergarten im Stadtteil Pernau. Ende November überraschte die FPÖ-/ÖVP-Koalition mit Plänen, den 3500 Quadratmeter großen, ehemaligen "Kaiserschützenpark" für Kindergarten und Krabbelstube bebauen zu wollen. Aufgrund der exponierten Lage an der vielbefahrenen Kreuzung Bosch-/Negrellistraße im Industriegebiet hagelt es von Beginn an Proteste.

"Ich habe mich mit vollem Elan dahinter geklemmt und wollte ein anderes Grundstück in der Pernau finden", sagt Vizebürgermeisterin Silvia Huber (SPÖ), eine Pernauerin: "Vier Landwirte habe ich kontaktiert. Bei einem war ich erfolgreich."

Direkt neben dem Spar-Markt

Die Stadt wird ein 10.000 Quadratmeter großes Areal an der Ecke Negrelli-/Schafwiesenstraße kaufen, das an einen Spar-Markt angrenzt, der wiederum Nachbar des bestehenden Kindergartens ist. Der Mühlbach plätschert quer durch das Grundstück, das komplett aufgeschlossen ist und an einer Bushaltestelle liegt.

"Der Landwirt verkauft zu einem vernünftigen Preis", freut sich Huber, die Bürgermeister Andreas Rabl (FPÖ) ob seiner Unterstützung lobt und mit einem Augenzwinkern von den Verhandlungen erzählt: "Wir sind als Gäste und nicht als Bittsteller empfangen worden – mit guten Nusskipferln." "Die Herbergssuche hat ein Ende", ist Rabl ebenso zufrieden wie die Stadträte Margarete Josseck-Herdt (FPÖ) und Peter Lehner (ÖVP).

Gegen den ursprünglichen Standort regte sich Widerstand – von der SPÖ nicht nur, weil sie in die Entscheidung nicht eingebunden war. Auch die Grünen kritisierten die Idee wegen des hohen Verkehrsaufkommens: Von einem "Kindergarten auf einer Verkehrsinsel" war bald die Rede. Es gab auch Kritik, weil Flächen für einen möglichen Ausbau fehlten.

Heftige Debatte im Gemeinderat

Die Stadtplanung lehnte es ab, das nahegelegene Areal der städtischen Betriebe (ZBG, zentrales Betriebsgebäude) in der Schießstättenstraße zu nützen. Dann wurde kurzfristig sogar diskutiert, das ZBG abzusiedeln – allerdings fehlten auch dafür Ersatzflächen.

Pernauer sammelten Protestunterschriften, Ende Jänner gab es im Gemeinderat heftige Debatten. Huber stellte damals die aktuelle Lösung in Aussicht: "Unter Nachbarn redet man sich leichter", sagt sie nun rückblickend. 

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Artikel (müf) 21. Februar 2019 - 08:09 Uhr
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