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Wels

Weiße Möwe unter neuem Obmann hat sich mit Stadtpolitik ausgesöhnt

Von Erik Famler 24. April 2019 00:04 Uhr

Weiße Möwe unter neuem Obmann hat sich mit Stadtpolitik ausgesöhnt
Der alte Hangar hält nicht ewig. Am Flugplatz herrscht ein Sanierungsrückstau.

WELS. Andreas Grosch setzt auf Kooperation - Naturschutzgebiet bleibt unangetastet.

Seit Andreas Grosch neuer Obmann des Fliegerklubs Weiße Möwe ist, hat sich das Verhältnis zwischen dem Verein und der Stadt deutlich entspannt. "Ich habe mit den zuständigen Leuten ein gutes Verhältnis. Der Kontakt ist sehr gut", betont Grosch.

2017 löste er den pensionierten AUA-Kapitän Josef Ecker ab, der zum erklärten Feindbild politischer Entscheidungsträger wurde, weil er ebenso vehement wie kompromisslos ihre Umwidmungspläne torpedierte. Ein Teil des Flugplatzes sollte in ein Betriebsbaugebiet umgewandelt werden. Inzwischen steht das Gelände unter Naturschutz. Die Bundesimmobiliengesellschaft ist weiterhin Eigentümer und die Stadt Hauptmieter, die Weiße Möwe nur Untermieter. 2011 wurde der Vertrag von der Politik aufgekündigt. Die Stadt drängt auf einen neuen Vertrag.

Das jahrelang zerrüttete Verhältnis auf eine neue Basis zu stellen, ist das Anliegen beider Seiten. Davon würde vor allem der Verein profitieren. Die Stadt erfüllt derzeit nur ihre vertraglichen Verpflichtungen. Sie zahlt, wenn Schäden bei der Rollbahn ausgebessert und Bodenmarkierungen erneuert werden. Der Verein bringt die desolate Heizung und den Schulungsraum in Ordnung – investiert nach Maßgabe seiner finanziellen Mittel. Der rund 70 Jahre alte Hangar hält nicht ewig, wenngleich Obmann Grosch keine Sorge hat, dass er zusammenfällt: "Der Hangar ist uralt, die Grundkonstruktion ist aber sehr stabil", sagt der selbständige EDV-Dienstleister. Dass die Hardware des Flugplatzes modernisiert werden müsse, darüber bestehe kein Zweifel, gesteht der leidenschaftliche Motor- und Segelflieger.

Bürgermeister Andreas Rabl (FP) schickt bereits Signale aus, die darauf hindeuten, den "Sanierungsrückstau" am Flugplatz mit Unterstützung der Stadt zu beenden. Der Politik ist klar geworden, dass man ein verordnetes Naturschutzgebiet nicht aushebeln kann.

Die Brachvogel-Kolonie, die im Frühjahr auf dem Flugplatz brütet, und andere seltene Vogel- und Pflanzenarten sollen künftig im Rahmen von geführten Exkursionen der Welser Bevölkerung nähergebracht werden.

Artikel von

Erik Famler

Lokalredakteur Wels

Erik Famler
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