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Stadlinger Gymnasiast schreibt Krimi über Mafia-Machenschaften in Florenz

Von Friedrich M. Müller   24.April 2019

Stadlinger Gymnasiast schreibt Krimi über Mafia-Machenschaften in Florenz
Jungautor Lukas Hochholzer

In einem Jahr wird Lukas Hochholzer am Stiftsgymnasium Lambach maturieren. Schon jetzt hat sich der begeisterte Deutsch- und Mathematik-Schüler unter die Krimi-Autoren eingereiht. Der 17-Jährige stellt seinen Mafia-Krimi "Der Untergang von Florenz" am Freitag um 19 Uhr im Medienraum der Neuen Mittelschule vor.

Vor zwei Jahren begann er die ersten Kapitel über das Leben des Privatdetektivs Francesco Marchetti zu schreiben – witzigerweise als Rahmenhandlung. Der Florentiner will seine Erlebnisse rund um Erpressungsversuche in Buchform veröffentlichen. Und schon ist der Leser mitten in der Handlung.

"In Summe habe ich in den vergangenen beiden Jahren sechs Monate am Roman geschrieben", sagt der Jungautor. Manchmal hätten die Finger an der Tastatur seinen Gedanken nicht so schnell folgen können. Es habe aber auch Tage gegeben, "an denen das Schreiben eine lästige Pflicht war".

Die Machenschaften der Mafia hätten ihn schon immer fasziniert. Daher sei es naheliegend gewesen, die Story in diesem Umfeld – und natürlich in Italien – anzusiedeln: "Palermo war mir zu ausgelutscht", sagt der Stadlinger, der den Krimi nicht in der sizilianischen, sondern in der toskanischen Metropole spielen lässt. Der Leser vermutet, dass Hochholzer mehrmals in Florenz gewesen sein muss. Das ist ein Irrtum, sämtliche Ortsbeschreibungen beruhen auf Internet-Recherchen.

Spannend ist der Krimi jedenfalls, wenngleich er einige stilistische Schwächen aufweist – Hochholzer hat aus Kostengründen auf jegliches Lektorat verzichtet. Die Kritik seines Deutsch-Professors Michael Aichmayr ist auch noch ausständig: "Er wollte das Buch während der Osterferien lesen."

Hochholzers Elan ist jedenfalls ungebrochen: "Ich schreibe schon am nächsten Buch, es handelt von einem echten Kriminalfall in Deutschland, ist ziemlich spektakulär und eine Mischung aus Krimi und Psycho-Thriller." Und wie ist er darauf gestoßen? "Durch das Internet und die Sendung ,Aktenzeichen XY ungelöst’", sagt Hochholzer. Weshalb schreibt der 17-Jährige keinen Krimi aus seinem unmittelbaren Lebensumfeld? "Weil sich dann vielleicht Leute wiedererkennen und das kritisieren..."

Lesung: Freitag, 19 Uhr, Neue Mittelschule Stadl-Paura

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13. Juli 2020