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Radweg auf "Haager Lies"-Trasse ist auf Schiene und wird 2020 fertiggestellt

Von Michaela Krenn-Aichinger   13.März 2019

Radweg auf "Haager Lies"-Trasse ist auf Schiene und wird 2020 fertiggestellt
Im nächsten Jahr dürfen sich Radfahrer und E-Biker auf die neue 22 Kilometer lange Strecke freuen.

Pläne, die stillgelegte Trasse der Lokalbahn "Haager Lies" für den Tourismus zu nutzen und einen Rad- und Gehweg zu errichten, gibt es schon länger. Nun kommt Bewegung in das Projekt. Mit den Ausschreibungen soll Mitte des Jahres begonnen werden. Ab 2020 werden die ersten Radfahrer auf der ehemaligen, 22 Kilometer langen Bahnstrecke zwischen Haag und Lambach in die Pedale treten, der Radweg wird eröffnet.

Die Schienen der 2009 eingestellten "Haager Lies" wurden schon vor längerer Zeit abgetragen. Entlang der Trasse wurde die Gelegenheit genutzt und bereits Glasfaserkabel eingezogen, um die Gemeinden mit schnellem Internet zu versorgen.

Lückenschluss

"Alle Gemeinden haben ihren Sanctus zum Radweg erteilt", sagt Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner (VP). "Die Kosten für den Radweg wurden in einer Machbarkeitsstudie mit 6,5 Millionen Euro beziffert. Eine Lücke im Radwegenetz wird geschlossen."

Beim Projekt will man noch Kosten senken. Auf Testabschnitten werden derzeit verschiedene Aufbaumethoden des Untergrunds auf ihre Festigkeit geprüft, um eine optimale, aber auch kostengünstige Lösung zu finden. Im nächsten Jahr wird mit einer Breite von drei Metern asphaltiert.

Den Zeitplan will man unbedingt einhalten, betont Bürgermeister Wolfgang Klinger (FP) aus Gaspoltshofen. "Denn für die zugesagte Kommunal-Kredit-Förderung muss 2020 abgerechnet werden." Das Projekt wird vom Bund und der EU über das Programm für ländliche Entwicklung kofinanziert. Die aktuelle Förderperiode läuft 2020 aus.

Zusätzliche Gelder kommen auch aus den Ressorts der Landesräte Max Hiegelsberger und Günther Steinkellner. "Damit ist das Projekt für die Gemeinden leistbar", sagt Bürgermeister Konrad Binder (VP) aus Haag. Parallel zum Bauprojekt laufen laut Binder die Gespräche darüber, wie die Strecke attraktiviert werden kann, was bisher touristisch genützt wird und was abgeht, wie beispielsweise Toiletten oder Imbissstände.

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13. November 2019