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Wels

Postenvergabe: Akteure der Kulturszene ergreifen Partei

Von Friedrich M. Müller   24. Mai 2019 00:04 Uhr

Postenvergabe: Akteure der Kulturszene ergreifen Partei
Der Welser Bürgermeister Andreas Rabl (FPÖ) verlangt eine bessere Auslastung städtischer Spielstätten. (Symbolfoto)

WELS. Die Besetzung des Leiters der Magistratsdienststelle "Veranstaltungsservice und Volkshochschule" erhitzt die Gemüter in- und außerhalb der Kulturszene.

Die OÖNachrichten berichteten in der Vorwoche exklusiv, dass sich bei einer neuerlichen Ausschreibung des Postens die Anforderungen gravierend verändert haben. Im Gegensatz zum ersten, magistratsinternen Verfahren im Spätherbst 2017, wird nun bei der neu gestarteten Personalsuche ein Studienabschluss verlangt.

Damals stand der langjährige, städtische Mitarbeiter Stefan Haslinger – der ehemalige Geschäftsführer der Kulturplattform Oberösterreich (KUPF) – vor der Ernennung, ehe das Verfahren aus organisatorischen Gründen ausgesetzt worden ist.

Nun ist Haslinger aber chancenlos – ihm fehlt das abgeschlossene Studium. Personalreferent und Bürgermeister Andreas Rabl (FPÖ) wird vorgeworfen, damit seinen Jahrgangskollegen am Gymnasium ausbooten zu wollen. Rabl bestreitet und spricht von anderem Anforderungsprofil: Er suche einen Kulturmanager, damit die Kulturstätten der Stadt künftig besser ausgelastet seien.

Jetzt ergreift der unabhängige Zusammenschluss von Kulturinitiativen in Wels namens "PRO.VIELE" für Haslinger Partei. In einem offenen Brief an Rabl schreibt Peter Eberle unter anderem: "Haslinger hat in den letzten Jahren … bewiesen, dass er bestens geeignet ist, eine Dienststelle zu leiten: Er ist ein stets freundlicher, sachorientierter, loyaler und umsichtiger Mitarbeiter." Neben umfangreicher Allgemeinbildung und Fachwissen in Literatur, Musik (Klassik, modern, zeitgenössisch), Theater, Musiktheater und Kunst beherrsche er das Handwerk der bürokratischen und amtlichen Gepflogenheiten.

"Haslinger ist bei sämtlichen Welser Kulturtreibenden bekannt, geschätzt und gut angeschrieben", schreibt Eberle und ergänzt zur Frage der Besucherzahlen: "Hier ist Erfahrung im lokalen Bereich und über die Grenzen hinaus gefragt: In der Kultur geht es um Netzwerke, die jahrelang gepflegt werden müssen und von denen man dann in inhaltlicher und budgetärer Sicht profitiert."

Mangels geeigneter Bewerber wird Rabl den Job ohnehin erneut ausschreiben. Eberle appelliert daher, "den Dienststellenleiterposten – wie geplant – mit Stefan Haslinger zu besetzen".

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