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Ordensfrau kämpft gegen den Menschenhandel

Von Michaela Krenn-Aichinger   08.Oktober 2021

Ordensfrau kämpft gegen den Menschenhandel
Großzügiger Spendenscheck: Schwester Maria Schlackl mit den Soroptimistinnen Margarita Santner, Präsidentin Martina Schielin und Ulli Steinmaßl (v. l.)

Die aus Waizenkirchen stammende Ordensschwester Maria Schlackl setzt sich für Frauen ein, die in die Fänge von Menschenhändlern geraten sind und zur Prostitution gezwungen werden. Sie hilft Frauen auszusteigen und macht auf das Schicksal sexuell ausgebeuteter Frauen aufmerksam.

Die 69-Jährige gehört dem Orden der Salvatorianerinnen an, der sich in 29 Ländern auf vier Kontinenten im Kampf gegen den Menschenhandel engagiert. Wichtig ist Schlackl die Aufklärung und Bewusstseinsbildung über diese moderne Form der Sklaverei, die weiterwächst, weil es einen lukrativen Markt dafür gibt. "Wir werden den Menschenhandel nicht abschaffen können, aber es wäre fatal, nichts zu tun. Denn die Frauen gehen kaputt an Leib und Seele", betont die Ordensfrau.

Ihr Engagement im Verein SOLWODI (Solidarity with Women in Distress – Solidarität mit Frauen in Not) gilt den sexuell ausgebeuteten Frauen, die zum Teil in Schutzwohnungen an geheimen Orten betreut werden. Sie erhalten psychologische, medizinische und rechtliche Unterstützung sowie Hilfe bei der Bewältigung und Normalisierung ihres Lebensalltags oder bei der Rückkehr ins Herkunftsland.

Kürzlich berichtete Schlackl auf Einladung des Soroptimist Clubs Grieskirchen in einem Onlinevortrag über die Projekte. Der Serviceclub unterstützt die Arbeit von Maria Schlackl mit einer großzügigen Spende von 4537 Euro, den die Präsidentin Martina Schielin überreichte. Das Geld stammt aus dem Erlös des Flohmarkts, den die Damen im Juni anlässlich des Jubiläums "100 Jahre Soroptimist International" organisiert haben.

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