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Wels

Nicht nur Covid-Patienten brauchen Intensivbetten

06. Dezember 2021 05:57 Uhr

Nicht nur Covid-Patienten brauchen Intensivbetten
Das Klinikum Wels/Grieskirchen will mit der aktuellen Kampagne die Jungen und Ungeimpften erreichen.

WELS/GRIESKIRCHEN. Ergänzend zur Impfaktion startet das Klinikum neue Kampagne, um auf die angespannte Situation in der Intensivstation aufmerksam zu machen.

Das Video beginnt mit dem Bild einer jungen Frau in Partylaune, die wenig später in einen schweren Unfall verwickelt ist. Dann blickt der Betrachter in eine Intensivstation mit Absperrband und den Warnungen "Don´t drink and drive" und "Achtung, nur noch fünf Intensivbetten frei (Stand 3.12.)". Mit seiner aktuellen Kampagne auch auf Social-Media-Kanälen macht das Klinikum Wels-Grieskirchen aufmerksam, dass riskantes Autofahren oder etwa schwere Sportverletzungen dazu führen können, dass Menschen eine intensivmedizinische Betreuung benötigen, die verfügbaren Plätze allerdings mit Covid-19-Patienten belegt sind. "In Wahrheit sollte jeder Einzelne von uns ein Interesse daran haben, die Intensivversorgung aufrecht zu erhalten – es könnte die eigene sein", sagt Ronald Binder, Leiter der Internen Intensivstation am Klinikum Wels/Grieskirchen.

Erreichen will man mit der Kampagne vor allem jene, die sich bisher noch nicht impfen ließen.

In einem durchschnittlichen Jahr ohne Corona werden an beiden Spitalsstandorten mehr als 25.000 Operationen durchgeführt und 1400 Intensivpatienten behandelt. Dabei arbeiten unterschiedliche Fachärzte, Anästhesisten, Chirurgen, Kardiologen, Neurologen oder Kinder- ärzte je nach Bereich eng zusammen.

"Am häufigsten betreuen wir Patienten nach schwersten Auto-, Arbeits- oder Freizeitunfällen und im Rahmen großer Operationen", sagt Primar Johann Knotzer, Leiter des Instituts für Anästhesiologie und Intensivmedizin. Sein Kollege Ronald Binder ergänzt: "In unserer Einheit werden bedrohliche Krankheitsbilder aus allen Teilgebieten der Inneren Medizin, Pulmonologie und Neurologie behandelt. Schwerpunkte sind die Versorgung des Myokardinfarktes, des Lungenversagens und lebensbedrohlicher Infektionen."

Intensivpflegekräfte fehlen

"Intensivbetten werden knapp", solche oder ähnliche Schlagzeilen waren in den vergangenen Wochen oft zu lesen. "Eigentlich fehlt es uns aber bei hohen Belagszahlen an den personellen Ressourcen, genau genommen mangelt es an speziell ausgebildeten Intensivpflegekräften. Sie sind Schlüsselpositionen in den interprofessionellen Teams der Intensivstationen", betont Binder.

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