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Wels

Idee von Welser Kulturschaffenden: Die Kunst rückt ins Herz der Stadt

Von Erik Famler  22. Juni 2020 00:04 Uhr

Idee von Welser Kulturschaffenden: Die Kunst rückt ins Herz der Stadt
Norbert Trawöger (v.l.), Evelyn Kreinecker und Wolfgang Maria Reiter präsentieren vor dem Stadtbrunnen das Plakat zum bevorstehenden Kulturprojekt.

WELS. Im Juli wird die Welser Innenstadt zwei Wochen lang zum größten Atelier des Landes.

Ein neues Kulturprojekt rückt von 3. bis 18. Juli ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. 30 Kunstschaffende machen die Welser Innenstadt zum größten Atelier des Landes.

Die Idee stammt von der Welser Galerie "Die Forum" (ehemals Künstlergilde Wels). Unter dem Eindruck von Corona und seinen unangenehmen Nebenerscheinungen hat das Trio Norbert Trawöger, Wolfgang Maria Reiter und Evelyn Kreinecker in kurzer Zeit ein Konzept entwickelt und es den 80 Forum-Künstlern präsentiert: "Die Resonanz war großartig. Rund ein Drittel der Künstler wird teilnehmen. Wir bespielen leerstehende Häuser, Schaufenster und Ausstellungsräume. Auf öffentlichen Plätzen wird es Performance-Kunst geben", schildert Kreinecker, eine Malerin und Regisseurin. Eine Lichtinstallation gibt dem Burggarten ein neues Erscheinungsbild.

Auf öffentlichen Plätzen sind mobile Wände vorgesehen. Die Künstler treten mit dem Publikum in Kontakt, die Interaktion mit den Betrachtern soll die Künstler anregen. Diese Eindrücke nehmen Einfluss auf ihre Arbeiten, die sie im öffentlichen Raum schaffen. Das Projekt trägt den Titel "Kollaterale", was so viel heißt wie nebeneinander. Im Verlauf des Kunstprojektes soll im besten Fall ein Miteinander entstehen.

Der Welser Musiker und Kulturvermittler Norbert Trawöger feilt mit seinen Mitstreitern an einem genauen Ablaufplan, der in dieser Woche präsentiert werden soll: "Üblicherweise haben solche Projekte eine Vorlaufzeit von einem Jahr. Mit Unterstützung der Stadtpolitik und des Wirtschaftsservice konnten wir schon in wenigen Tagen etwas Konkretes auf die Beine stellen." Die in Erscheinung tretenden Künstler widmen sich in ihren Arbeiten unter anderem dem beherrschenden Thema der jüngsten Vergangenheit. In den Arbeiten wird sich das Coronavirus vielfältig wiederspiegeln.

Das Zustandekommen des Projektes ist auch den Eigentümern zu verdanken, die ihre Objekte für Kunstschaffende öffneten.

Schulterschluss mit Wirtschaft

Von der Idee, die Kunst ins Zentrum des städtischen Geschehens zu rücken, zeigen sich die Welser Stadtpolitiker ausnahmslos begeistert. "Gerade jetzt fehlt noch etwas in der Stadt. Die Kunstobjekte werden viele Welser und Besucher anlocken und damit die Innenstadt bereichern", freut sich Bürgermeister Andreas Rabl (FPÖ). Die "Kollaterale" sei eine tolle Ergänzung zu den Welser Sommerkulturangeboten, betont Kulturstadtrat Johann Reindl-Schwaighofer (SPÖ). Für Wirtschaftsstadtrat Peter Lehner (ÖVP) entsteht mit der Kombination aus regionaler Kunst und regionaler Wirtschaft nach Corona ein Schulterschluss im Wiederhochfahren.

Artikel von

Erik Famler

Lokalredakteur Wels

Erik Famler
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