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Wels

Herbert Kickl sorgt sich um die neue Welser Polizeischule

Von Erik Famler 12. September 2019 09:51 Uhr

Herbert Kickl sorgt sich um die neue Welser Polizeischule
Andreas Rabl und Herbert Kickl als Wahlkämpfer in Wels

WELS. Fehlende Planstellen gefährden Standort, warnt Ex-Innenminister.

Seine Wahlkampftour führte Ex-Innenminister Herbert Kickl gestern nach Wels. Dort steht seit kurzem eine Polizeischule, um die sich der FPÖ-Politiker nach dem Platzen der schwarz-blauen Regierung große Sorgen macht. Denn, so Kickl wörtlich: "Man versucht so gut wie alles rückgängig zu machen, was ich als Innenminister erreicht habe."

Konkret auf die Welser Polizeischule bezogen, fehlten die notwendigen Planstellen für die Lehrer: "Es werden dort Lehrkräfte eingesetzt, die bei anderen Schulen arbeiten. Das derzeitige Personal ist nur zugeteilt." Noch unter seiner Führung seien Planstellen über einen Verteilungsschlüssel geschaffen worden. Diese wären aber nicht in Wels angekommen. In der Verantwortung steht laut Kickl die Landespolizeidirektion: "Die steht auf der Bremse."

Landespolizei widerspricht

David Furtner, Sprecher der Landespolizeidirektion, weist auf Anfrage der Welser Zeitung die Vorwürfe des früheren Innenministers zurück: "Die Sicherheitsakademie mit den beiden Standorten in Linz und Wels untersteht dem Ministerium. Daher kann die Landespolizeidirektion die Schaffung von Planstellen weder veranlassen noch anregen."

Wie berichtet, nahm die Ausbildungsstätte Anfang September in der ehemaligen Frauenklinik den Betrieb auf. Derzeit absolvieren sechs Klassen die polizeiliche Grundausbildung. Im Dezember werde mit fünf weiteren Lehrgängen gestartet, hieß es zu Wochenbeginn in einer Aussendung der Stadt Wels.

Bürgermeister Andreas Rabl (FPÖ) dankte Kickl dafür, dass in Wels statt des ursprünglich geplanten Erstaufnahmezentrums eine Polizeischule errichtet wurde. Die FPÖ Wels habe wie Kickl die Sicherheitspolitik in den Fokus gerückt. Als Beispiele nannte Rabl die Einführung der Videoüberwachung im Stadtzentrum und die Übersiedlung des Wachzimmers Stadtmitte auf den Kaiser-Josef-Platz. Die Kriminalität sei nun rückläufig. Um Wels noch sicherer zu machen, schlägt Rabl eine akustische Aufrüstung der Videoüberwachung vor.

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Lokalredakteur Wels

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