Lade Inhalte...

Gesicherte Zukunft für Haager Traditionsbetrieb

22.Mai 2019

Gesicherte Zukunft für Haager Traditionsbetrieb
Auch in der Baubranche wird die Suche nach Lehrlingen schwieriger

Facharbeitermangel allerorten, die Suche nach Lehrlingen wird in vielen Branchen zum Spießrutenlauf – auch im Bau- und Baunebengewerbe. Das musste zuletzt das Traditionsunternehmen Bayer-Bau zur Kenntnis nehmen.

"Bis vor drei Jahren sind die jungen Leute von sich aus zu uns gekommen, jetzt müssen wir bei der Lehrlingssuche selbst aktiv werden", sagt Johannes Eder im Gespräch mit den OÖNachrichten. Der nun 35-jährige Weiberner begann bei Bayer-Bau eine Zimmerer-Lehre, bildete sich weiter und verantwortet nun als Chef den Bau- und Zimmerei-Betrieb mit 40 Mitarbeitern.

Seit kurzem weht bei Bayer-Bau und der vor vier Jahren gegründeten Bayer-Bauwerksinstandsetzung (BWI) frischer Wind. Eigentümer und Geschäftsführer Josef Bayer hatte sich mangels eines Nachfolgers für seinen Betrieb entschlossen, das Unternehmen mit einem Jahresumsatz von 6,5 Millionen Euro und einer fast 130-jährigen Geschichte im Spätherbst an die Mühlviertler Wimberger-Gruppe zu verkaufen.

Eder betont: "Für die Kunden bleibt alles wie gehabt." Das bezieht sich unter anderem auf Gewährleistungen bei Projekten, die unter der Ägide von Bayer-Bau realisiert worden sind. Auch der Firmenname lebt weiter. Der Eigentümerwechsel hat allerdings für Lehrlinge den Vorteil, dass sie jetzt Teil eines großes Netzwerkes sind. In der Wimberger-Gruppe mit Sitz in Lasberg (Bez. Freistadt) werden aktuell 80 Jugendliche in den unterschiedlichsten Berufen ausgebildet.

"Es gibt eine eigene Lehrlingsakademie", sagt Firmenchef Christian Wimberger (41), bei der auch auf Persönlichkeitsentwicklung und Selbstorganisation wert gelegt wird. Ein firmeninterner Wettbewerb ist ein weiterer Leistungsanreiz – zusätzlich zur Chance für die besten Lehrlinge, dass ihnen der Pkw-Führerschein bezahlt wird

"Auch für unsere angestammten Mitarbeiter eröffnen sich nun neue Karrierechancen", ist Rudolf Kling überzeugt. Der 49-jährige Linzer verantwortet die Bayer-BWI, die sich bei Sanierung und Instandsetzung – vor allem von Betonbauten – einen Namen gemacht hat. (müf)

copyright  2019
19. Juli 2019