Die Frühlingsboten ziehen durch Wels
WELS. Die Mitarbeiter der Stadtgärtnerei bringen mit Tulpen und Violen Farbe in die Stadt
Sie sind in Wels die wirklichen Frühlingsboten: die Mitarbeiter der Stadtgärtnerei, die dieser Tage die Beete auf den öffentlichen Plätzen bepflanzen. Anders als in anderen Städten gebe es kein strenges Farbschema, erklärt Christoph Haslmayr, Leiter der Stadtgärtnerei: "Der Frühling ist bunt, das hat sich in der Vergangenheit bewährt und ist bei den Leuten auch sehr beliebt."
Die prächtigen Beete, für die Wels weithin bekannt ist, bedeuten einiges an Arbeit. Seit zwei Wochen schmücken die Gärtner die Stadt mit dem "Wechselflor" – also der Bepflanzung, die jedes Jahr neu angelegt wird. 84 Beete und Blumentröge – der Großteil in der Innenstadt – werden in dieser Weise mit rund 75.000 Blumen gestaltet. Prominentestes Beispiel ist der "Blumenwirbel" im Burggarten. "Das ist sehr aufwendig, nicht nur beim Anpflanzen, sondern auch in der Pflege", sagt Haslmayr.
Die 45 Mitarbeiter im Team der Gärtnerei arbeiten in der ganzen Stadt verteilt an den Beeten – eine von ihnen ist Marlene Sturm. Sie ist heuer zum fünften Mal dabei, die Arbeit mache ihr Spaß: "Wir können selbst die einzelnen Beete gestalten und uns kreativ einbringen." Der Arbeitstag beginnt um 6 Uhr, nach einer Besprechung strömen die Gärtner zu ihren Einsatzorten. Zumeist sind sie in Dreierteams unterwegs, ein Fahrer bringt regelmäßig Blumen-Nachschub aus den betriebseigenen Gewächshäusern. "Es ist anstrengend, aber wir wechseln uns mit den Aufgaben ab, damit es nicht zu viel wird. Und wenn ich dann privat unterwegs bin und an einem Beet vorbeigehe, das von mir ist, bin ich immer wieder ein bisschen stolz", sagt Sturm.
Trend zu Dauerbepflanzung
Die aufwendigen Schmuckbeete mit dem Wechselflor, der erstmals im Frühling gepflanzt und im Sommer gewechselt wird, machen aber nur einen relativ kleinen Teil der Flächen aus, die die Stadtgärtnerei betreut: Ihre Mitarbeiter pflegen auch die Parks in den Stadtteilen. Dort geht der Trend immer stärker zu Dauerbepflanzung mit Stauden und Wildblumenwiesen.
Diese brauchen nicht nur weniger Betreuung. "Als Klimabündnisbetrieb sind wir um Nachhaltigkeit bemüht. Diese Bepflanzungsformen sind robuster gegenüber Trockenheit und müssen seltener bewässert werden", erklärt Haslmayr. Insbesondere die Wildblumen würden zudem die Biodiversität fördern. "Außerdem machen sie optisch etwas her, was sie gestalterisch attraktiv macht", sagt der Stadtgärtner. Die Prachtbeete werden aber nicht verschwinden: "Der Wechselflor ist ein wichtiger Teil der Gartenkultur, deren Pflege zu unseren Aufgaben gehört."
Nicht nur in Sachen Nachhaltigkeit hätten sich die Anforderungen an das Stadtgrün in den vergangenen Jahren verändert, sagt der Stadtgärtner: "Eine moderne Parkanlage muss wesentlich mehr können als vor 50 Jahren. Früher war zum Beispiel im November Saisonende, mittlerweile nutzen die Menschen den Park fast das ganze Jahr über", sagt Haslmayr.
Noch bis Mitte der Woche pflanzt das Team der Stadtgärtnerei die Frühlingsblumen, zeitgleich wird die Dauerbepflanzung auf Vordermann gebracht. "Das Schöne an der Gärtnerei ist, dass die Leute unsere Arbeit schätzen und uns oft loben. Das motiviert", sagt Haslmayr.
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Es muss einfach mal gesagt werden: Die Stadtgärtnerei macht wirklich tolle Arbeit. Das ganze Jahr über - nicht nur im Frühling - sind die zahlreichen Beete in Wels ein absoluter Hingucker! Vielen Dank dafür!
"Wir leben in der Welser Stadt, weil Lebensqualität sie hat! Viele Bäume, Blumen, reich geschmückt, die Stadtgestaltung ist geglückt!"
Meine Zeilen aus der "Welser Hymne" und die Welser Stadtgärtnerei hat mich dazu inspiriert, oft übertrifft deren Blumengestaltung im Burggarten und auf vielen Plätzen in Wels, die Mozartstadt Salzburg! Respekt und Hochachtung und einen großen Dank muss ich hier im Forum der OÖ Nachrichten aussprechen! Chapeau Welser Stadtgärtnerei!