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Wels

"Corona zeigt, dass die Bauern das Rückgrat der Versorgung im Land sind"

11. Januar 2021 00:04 Uhr

"Corona zeigt, dass die Bauern das Rückgrat der Versorgung im Land sind"
Die Bezirksbäuerin Margit Ziegelbäck setzt sich dafür ein, dass Kinder wieder mehr Bezug zur Landwirtschaft bekommen.

WELS-LAND. Bauernvertreter wollen Bezug der Konsumenten zur regionalen Landwirtschaft stärken.

Die Coronakrise hat die Systemrelevanz der heimischen Landwirtschaft einmal mehr deutlich aufgezeigt. "Doch der Bezug der Landwirtschaft geht bei jungen Menschen leider immer mehr verloren", bedauert Bezirksbäuerin Margit Ziegelbäck. Wichtig seien daher Initiativen wie Schule am Bauernhof, wo Kinder Landwirtschaft hautnah erleben können, und die Verankerung von Ernährungs- und Konsumbildung in den Lehrplänen aller Schulen.

Ziegelbäck ist Teil eines siebenköpfigen Teams aus dem Bezirk Wels-Land, das bei der am 24. Jänner stattfindenden Landwirtschaftskammerwahl für den Bauernbund antreten wird. BB-Bezirksobmann Leopold Keferböck betont: "Die Coronakrise hat gezeigt, dass die Bauern das Rückgrat der Versorgung des ganzen Landes sind." Es brauche einen Schulterschluss zwischen Produzenten, Handel und Konsumenten, um allen ein wirtschaftliches Überleben zu ermöglichen.

Auf dem aussichtsreichen zehnten Listenplatz gereiht ist der Pennewanger Bürgermeister und Biobauer Franz Waldenberger. Die Kandidatur des Obmanns von Bio-Austria stößt, wie berichtet, auf Kritik im 2500 Mitglieder starken Verein. Bio-Austria-Mitglieder sehen darin eine Unvereinbarkeit, da sich der Verein als überparteiliche Netzwerkorganisation verstehe. "Wir werden diese Diskussion auf Sachebene in aller Ruhe intern diskutieren, es gibt auch eine Mitgliederbefragung", so Waldenberger.

Starkes Plus bei Bio

Lieber sprach er bei der Online-Pressekonferenz über die gute Entwicklung der Absatzzahlen im Biobereich. Im Vorjahr gab es einen Umsatzzuwachs von 20 Prozent. "Der Absatz von Biolebensmitteln im Handel hat erstmals den Umsatzanteil von zehn Prozent überschritten", sagt Waldenberger.

Nach dem Tief kommt Erholung

Angespannt hingegen ist die Situation am Schweinemarkt durch die Schließung der Gastronomie und Hotellerie , aber auch die Afrikanische Schweinepest hat den Schweinepreis unter Druck gebracht. "Doch nach jedem Tief kommt wieder Erholung", sagt Schweinezüchter Markus Brandmayr aus Eberstalzell, der junge Menschen trotz aller Schwierigkeiten motivieren möchte, den elterlichen Betrieb weiterzuführen.

Landwirt und Nationalratsabgeordneter Klaus Lindinger spricht den hohen Bodenverbrauch in Österreich an. "Aktuell werden 13 Hektar pro Tag verbaut. Diese Zahl muss stark reduziert werden." Das neue Raumordnungsgesetz sei ein Puzzleteil in die richtige Richtung.

Antreten werden für den Bauernbund auch Teresa Lachmair aus Steinhaus und Pauline Mittermayr aus Pennewang. (krai)

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