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Wels

Bürger und Politiker lassen das Auto stehen

Von Michaela Krenn-Aichinger 12. September 2019 00:04 Uhr

Bürger und Politiker lassen das Auto stehen
Zum Testen stehen kuriose Fahrzeuge und Skikes zum Langlaufen auf zwei Rädern bereit.

WELS / THALHEIM. Am Montag startet die Mobilitätswoche, Wels und Thalheim machen beidseits der Traun Lust auf den Umstieg

Zu Fuß zur Schule statt mit dem Elterntaxi, das Auto stehen lassen und mit dem Rad oder öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit fahren – die Mobilitätswoche vom 16. bis 22. September ist ein guter Anlass sein eigenes Mobilitätsverhalten zu überdenken. Die Stadt Wels und Thalheim haben heuer zum zweiten Mal gemeinsam viele Aktivitäten zum Thema umweltfreundlichere Mobilität geplant, die einen Anstoß zum öfteren Umstieg auf Alternativen zum Auto geben soll. Die ganze Woche über gibt es Aktionen, Höhepunkt ist der Mobilitätstag am Samstag, 21. September, an dem die Themen E-Mobilität, Radfahren und Klimaschutz im Fokus stehen werden. Die Veranstaltung findet nicht mehr am Stadtplatz, sondern erstmals beim Welios, auf beiden Seiten der Traun und bei der Traunufer-Arkade in Thalheim statt.

Kostenloser Linienverkehr

Den ganzen Tag lang ist die Nutzung des Welser Linienverkehrs gratis. Das E-Carsharing in Wels und Thalheim wird ebenso präsentiert wie kuriose Räder, Skikes (Langlaufen mit Rädern) und Streetstepper. Das Klinikum Wels-Grieskirchen, das bei der Aktion "Radelt zur Arbeit" seit vielen Jahren im Ranking auf den vordersten Plätzen zu finden ist, wird ebenso dabei sein wie der Verein Welser Radler und die Rennradaktion Wels. Erstmals wird es auch eine GPS-Rallye mit Stationen in Wels und Thalheim geben. Fahrradcodierungen, -service, Bobby-Car-Rennen und Straßenmalaktionen runden das Programm gab. "Dieses Jahr ist das Programm erstmals miteinander erarbeitet und aufeinander abgestimmt worden", betonen der Welser Verkehrsstadtrat Klaus Hoflehner (SP) und Thalheims Bürgermeister Andreas Stockinger (VP). Mobilität mache an den Gemeindegrenzen nicht halt, sondern es werde gemeinsam daran gearbeitet, die Autos zurückzudrängen und den öffentlichen Verkehr zu verbessern und die Radfahrinfrastruktur auszubauen.

Mitmachen werden bei der Mobilitätswoche auch Welser Schulen. Kinder und Lehrer werden möglichst viele Strecken zu Fuß gehen und Schritte in einen Wege-Sammelpass eintragen. Den fleißigsten Gehern winken Preise. In Zusammenarbeit mit dem Klimabündnis OÖ werden Frühstückssackerl an Schulen und in Betrieben an Radfahrer und Fußgänger verteilt.

In Thalheim sind die Bürger aufgerufen, den Autoschlüssel am Gemeindeamt abzugeben und drei Tage autofrei unterwegs zu sein. Das werden auch einige Politiker tun. Verkehrsstadtrat Klaus Hoflehner verspricht, das Auto die ganze Woche stehen zu lassen: "Sehr zum Leidwesen meiner Tochter, die gerade den L17 macht." Stockinger sagt, er werde immer mehr "vom Saulus zum Paulus, was Mobilität betrifft. Ich bin fast schon Alltagsradler."

Politischer Aktionismus ist am Montag bei der Welser "Gemeinderadssitzung" geplant, vor der Sitzung sollen möglichst viele Stadtpolitiker mit dem Rad vorfahren.

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