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Wels

Bei dieser WM gibt es nur Sieger: Transplantierte kämpfen um Medaillen

Von Michaela Krenn-Aichinger 07. August 2019 00:04 Uhr

Bei dieser WM gibt es nur Sieger: Transplantierte kämpfen um Medaillen
Stefanie Krenmayer (Mitte) holte im Vorjahr bei der EM bereits drei Medaillen.

EBERSTALZELL. Stefanie Krenmayer aus Eberstalzell will mit neuer Lunge bei WM in England aufs Stockerl.

Ein ordentliches Sportpensum spult die 24-jährige Stefanie Krenmayer derzeit an sechs Tagen in der Woche ab: Neben dem Tischtennis- und Badminton-Training arbeitet sie auch beim Bergsteigen, etwa auf dem Traunstein, an ihrer Kondition. Dass es ihr gesundheitlich wieder so gut geht, ist für die junge Frau, die an der unheilbaren Stoffwechselerkrankung Mukoviszidose leidet, alles andere als selbstverständlich. Vor drei Jahren wurde ihr im AKH Wien eine neue Lunge transplantiert und ein zweites Leben geschenkt.

Die Eberstalzellerin hat nach drei Medaillen im Vorjahr bei der EM für Herz- und Lungentransplantierte in Italien ein noch höheres sportliches Ziel im Visier: Sie möchte bei der WM der Transplantierten, den "World Transplant Games", die vom 17. bis 24. August im englischen Newcastle stattfinden, auf dem Siegertreppchen stehen und tritt im Tischtennis-Einzel, -Damendoppel und im Mixed-Bewerb sowie im Mixed-Doppel im Badminton an.

Bei dieser WM gibt es nur Sieger: Transplantierte kämpfen um Medaillen
Bei der WM tritt sie im Tischtennis und im Badminton an.

Training mit der Schwester

"Natürlich hat man im Hinterkopf den Gewinn einer Medaille, aber ich will mir selbst nicht zu viel Druck machen", sagt die 24-jährige Sonderschulpädagogin, die in Wels ihr erstes Arbeitsjahr als Lehrerin in einer Integrationsklasse absolviert hat.

Nach England begleitet wird sie von ihrer Schwester und Trainingspartnerin Sabrina sowie von rund zehn Organtransplantierten, die für Österreich Medaillen erringen wollen. "Natürlich ist der sportliche Wettbewerbsgedanke wichtig, aber ich freue mich auch mit meinen Gegnern. Denn es ist für alle etwas Besonderes, dabei sein zu dürfen", betont Krenmayer.

Mit einigen der teilnehmenden österreichischen Athleten hat sie sich bereits mehrmals getroffen, es wurde gemeinsam trainiert und am Teambuilding gearbeitet. "Jeder ist sehr motiviert."

Betroffenen Mut machen

Ziel der weltweit größten Sportveranstaltung für Organtransplantierte ist, Betroffenen Mut zu machen und zu zeigen, was nach einer Transplantation möglich ist. Sie soll aber auch den Menschen zeigen, was man mit einer Organspende bewirken kann. Erwartet werden rund 2000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus mehr als 50 Ländern, die in den Sportarten Leichtathletik, Tischtennis, Tennis, Badminton, Schwimmen, Radfahren, Pétanque, Golf, Bogenschießen und Darts gegeneinander antreten.

 

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