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Wels

Ansturm auf Welldorado: Schon 60.000 Badegäste

01. August 2022 05:13 Uhr

Ansturm auf Welldorado: Schon 60.000 Badegäste
Der Sprungturm steht seit 2021, heuer wurde ein Rasenroboter für die Liegewiesen angeschafft.

WELS. Dieser Sommer macht Lust aufs Planschen. Einen Boom erlebt gerade das Welser Bad. Erstmals fährt dort ein Rasenroboter.

Eines der größten Familienbäder des Landes erlebt gerade einen Boom: Mit 60.000 Eintritten bis Ende Juli ist das Welser Freibad so gut besucht wie schon lange nicht. 20.000 Besucher weniger wurden zur selben Zeit im Vorjahr gezählt: "Allerdings haben wir 2021 drei Wochen später aufgesperrt", heißt es dazu im Welldorado.

Dennoch zeigt sich, dass die Badeanstalt bei den Welser nachhaltig beliebt ist und die Stadtpolitik darauf mit laufenden Investitionen reagiert. "Im Vorjahr wurde der neue Sprungturm errichtet. Heuer haben wir zur Pflege der Grünanlagen einen Rasenroboter angeschafft", erklärt Vizebürgermeister Gerhard Kroiß (FP), zuständig für die Welser Freizeitbetriebe. Bevor der computergesteuerte Rasenmäher am Abend seine Runden dreht, müssen alle fremden Gegenstände auf den Liegewiesen eingesammelt werden, damit das Mähwerk nicht beschädigt wird.

Mit dem Angebot im Freibad sind die Stammgäste grundsätzlich zufrieden, auch wenn es dort und da Reklamationen gibt. Bei einer seiner Sprechstunden wurde Kroiß darauf hingewiesen, dass die Akustik der Sprechanlage von Jahr zu Jahr nachlässt. "Wir sind gerade dabei, diesen Missstand zu beheben. Die Komponenten für die neue Anlage sollten demnächst eintreffen." Zu wünschen übrig lässt auch die Auslastung der Dauerkabinen: Jede dritte ist unbesetzt. Am Preis könne es nicht liegen, so Kroiß: "108 Euro pro Saison sind leistbar." Seine Erklärung: Die Nutzer von Dauerkabinen gehörten zur älteren Generation, junge Badegäste würden diese nicht in Anspruch nehmen.

Badegast fordert mehr Personal

Die Zahl der Bademeister entspreche den Vorschriften, betont Kroiß. Immer wieder komme es aber zu Engpässen, behauptet ein Badegast, der anonym bleiben will. "Wenn der Sprungturm geöffnet und Personal von den anderen Becken abgezogen wird, sind die hinteren Becken unbesetzt."

Bei seinen Sprechstunden habe sich darüber noch niemand beschwert, erwidert der Referent und zählt die häufigsten Beschwerden auf: "Das ist zum einen der Lärm durch laute Musikboxen und, wie schon erwähnt, die Lautsprecheranlage, die nun erneuert wird."

Längst behoben sei ein Missstand, der besonders junge Mütter aufregte: "Da ging es um die Beschattung des Babyschwimmbeckens und die Installierung einer Warmwasserdusche beim Sportbecken. Da haben wir schnell reagiert", sagt Kroiß. (fam)

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