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Wels

Weißkirchner geben Hoffnung auf Lkw-Nachtfahrverbot nicht auf

Von Friedrich M. Müller   02. Mai 2017 00:04 Uhr

Weißkirchner geben Hoffnung auf Lkw-Nachtfahrverbot nicht auf
Engstelle mitten im Ort (Lauber)

WEISSKIRCHEN/TRAUN. Negative Auswirkungen durch Postverteilzentrum in Allhaming – Neuerliche Verkehrszählung soll Klarheit schaffen.

Für die vom Lkw-Lärm geplagten Bewohner des Zentrums gibt es nach dem Treffen der Ortspolitiker mit Verkehrslandesrat Günther Steinkellner (FPÖ) und Spitzenbeamten des Landes einen kleinen Hoffnungsschimmer, dass vielleicht doch noch ein Lkw-Nachtfahrverbot auf der Marchtrenker Landesstraße erlassen wird.

„Wir bekamen die Zusage, dass vom Land erneut Verkehrszählungen – speziell auf den Schwerverkehr abgestimmt – durchgeführt werden“, sagt Bürgermeister Norbert Höpoltseder (SPÖ) auf Anfrage der OÖNachrichten. Aus Steinkellners Büro heißt es: „Es werden neue Zählungen durchgeführt, die Bezirkshauptmannschaft prüft an diversen Punkten, welche Auswirkungen durch das Postverteilzentrum entstehen.“

Denn dieser Betrieb auf Allhaminger Gemeindegebiet ist die Ursache für die Lkw-Flut vor allem während der Nachtstunden. Seit das Logistikzentrum im Sommer 2014 in Betrieb ging, fahren immer mehr Laster durch den Ort – vor allem während der Nacht.

Nachbargemeinde profitiert

Eine Erhebung aus 2014 ergab einen Lkw-Anteil von 16 Prozent zwischen 23 und 6 Uhr. „Der Verkehr hat aber weiter zugenommen“, ist Höpoltseder überzeugt und formuliert es drastisch: „Allhaming kassiert das Steuergeld, wir haben die Belastung.“

Bei der Umwidmung des Postareals sei die Landesstraße als Zubringer bereits genannt worden, der Einwand der Weißkirchner aber ungehört geblieben, erinnert sich das Gemeindeoberhaupt.

Was die Weißkirchner besonders ärgert, ist die Tatsache, dass Lkw-Lenker sehr wohl über Haid oder das Voralpenkreuz fahren, wenn die kürzeste Verbindung unpassierbar ist. „Wenn die Straße blockiert ist, bleiben die Lkw sofort fern“, sagt ÖVP-Obmann Siegfried Steindler: „Weshalb können die Speditionen diese Routen nicht prinzipiell benützen?“

Steindler ließ das behördliche Nein zum Lkw-Nachtfahrverbot aufgrund der zu geringen Belastung – auch was den Lärm betrifft – vom Volksanwalt prüfen. „Alles war korrekt“, sagt er. „Der Volksanwalt will nun aber nochmals mit dem Land reden: Hoffentlich wird daraus was Gescheites ...“

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