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Sprechende Füße: Heilpraktikerin aus Wels präsentiert ihr erstes Buch

WELS. Karin Mayr gibt an, anhand von Füßen, Ohren und Händen Diagnosen erstellen zu können.

Sprechende Füße: Heilpraktikerin aus Wels präsentiert ihr erstes Buch

Karin Mayr hat über ihre Erkenntnisse ein Buch geschrieben. Bild: privat

„Da ist kein Satz von wem anderen“, reklamiert Karin Mayr die Urheberschaft ihres Erstlingswerks energisch für sich. Kein Ghostwriter habe ihr dabei geholfen, das zu beschreiben, was niemand in dieser Welt besser kann als sie. Die Welser Energetikerin erklärt in ihrem neuen Buch „Als die Füße sprechen lernten“ die Entstehungsgeschichte der Conversiologie.

„Als mein erster Klient zu einer Fußreflexzonenmassage kam und ich vor seinen Füßen saß, hatte ich so etwas wie eine Eingebung“, erinnert sich Mayr. Sie hatte den Eindruck, dass der Mann Schlafstörungen haben musste, aufgrund eines Nervenproblems. Ihre Intuition wurde bestätigt. Eine Therapie erlöste ihn von seinen Beschwerden.

Beflügelt durch dieses Ereignis ging Mayr der Sache auf den Grund und fotografierte die Füße ihrer Klienten. Später auch die Hände und Ohren. Tausende Bilder wurden durch Anamnese-Berichte dokumentiert, analysiert und miteinander auf Parallelen verglichen: „Ich entdeckte Zonen am Körper, die sich mit jeder Mahlzeit, mit jedem Getränk, mit jeder Emotion und mit jedem Gedanken ständig verändern“, sagt Mayr. Diese Deutungszonen waren die Grundlage der von ihr gegründeten Conversiologie. „Ich weiß. Es ist skurril das Ganze, aber ich stehe hundertprozentig dahinter“, begegnet Mayr Skeptikern ihrer Lehre mit rustikaler Ehrlichkeit.

Mittlerweile hat sich die Welserin einen internationalen Klientenstamm aufgebaut und hält Vorträge im In- und Ausland. „Vereinzelt kommen auch Menschen aus Übersee zu mir. Ein Herr aus Ohio setzt sich beispielsweise zweimal im Jahr ins Flugzeug, um sich von mir beraten zu lassen.“

Conversiologie im WIFI

Ihr Wissen will Mayr keinesfalls für sich behalten, sondern es breit gestreut an andere weitergeben. Im WIFI Linz bietet sie seit kurzem eine umfassende Ausbildung an, in der sie die Grundlagen der Conversiologie lehrt. Was der Mutter einer 14-jährigen Tochter noch fehlt, ist die wissenschaftliche Anerkennung der von ihr gewonnenen Erkenntnisse. An einer US-Universität sollen dazu Vorbereitungen laufen, die laut Mayr noch im Frühjahr abgeschlossen werden könnten.

Ihr Netzwerk nimmt unabhängig davon immer größere Ausmaße an. Zum Durchbruch verhalf ihr dabei auch ein Auftritt in der Barbara-Karlich-Show, der sie einem breiteren Publikum bekannt machte. „Die Leute wollen wissen, was mit ihnen los ist, bevor sich eine Krankheit einschleicht. Ich erkenne die Kräfte, die in ihrem Körper wirken, und kann sie deuten.“

 

Mayrs Zweifel an Ayurveda und TCM

Traditionelle chinesische Medizin (TCM) und Ayurveda sind die Megatrends in der Alternativmedizin. Karin Mayr geht in ihrem im Verlagshaus Hernals erschienenen Buch „Als die Füße sprechen lernten“ auf Distanz zu beiden Richtungen. „Entgegen dem Wissen von TCM und Ayurveda kann ich nicht bestätigen, dass jeder Mensch nur einem bestimmten Typ zuzuordnen ist. Jede Konstitution ist veränderbar“, behauptet die Welserin. Ihr Buch habe sie geschrieben, um den Menschen Mut zu machen. „Viele Krankheiten entstehen aus Energiedefiziten. Diese wirkenden Kräfte können an speziell entwickelten Zonen gedeutet werden.“ Individuelle Therapien hätten Linderung und Heilung zur Folge.

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Artikel Erik Famler 09. Januar 2013 - 00:04 Uhr
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