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Sisi-Pavillon bröckelt seit vielen Jahren vor sich hin

WELS. Grüne starteten neuen Versuch, die Sanierung im Gemeinderat durchzubringen – Entscheidung wurde an Ausschuss verwiesen.

Sisi-Pavillon bröckelt seit vielen Jahren vor sich hin

Kaiserin Sisi war mehrmals bei ihrer Tochter im Schloss Lichtenegg zu Gast. Der Sisi-Pavillon im Park verfällt. Bild: Stadtarchiv

Der barocke, ehemalige Tee-Pavillon befindet sich im Schlosspark Lichtenegg und gehört zum Ensemble des Schlosses. Das Gebäude ist in einem desolaten Zustand. Alle Rettungsversuche scheiterten bisher an der Finanzierung und dem politischen Willen. Bereits 2006 hätte gehandelt werden müssen, als das Dach eingestürzt war.

Marie Valerie, die Lieblingstochter von Kaiserin Sisi, bewohnte mit ihrem Mann Erzherzog Franz Salvator das Schloss Lichtenegg zwischen 1890 und 1897. „Kaiserin Sisi war mehrfach zu Gast, das ist belegt. Sie stattete ihrer Tochter mehrere Kurzbesuche ab“, sagt Kulturamtsleiterin Renate Miglbauer.

Touristisch vermarkten

Der historische Hintergrund und der Sisi-Bezug könnten durchaus touristisch vermarktet werden, ist Grün-Gemeinderat Walter Teubl überzeugt. „Die Sanierung des Objekts und der Bauwerke im Park kosten kein Vermögen, ich finde es unerträglich, dass dieses Kulturdenkmal seit Jahren vor sich hin bröckelt“, sagt Teubl. Er beantragte in der jüngsten Gemeinderatssitzung die Mittel dafür im Budget 2013 zur Verfügung zu stellen. Stattdessen wird jetzt aber ein Ausschuss bemüht. Bis auf die Grünen haben alle Fraktionen für die weitere Beratung im Ausschuss gestimmt. „Wir haben das abgelehnt, weil die Gefahr besteht, dass dann wieder nichts passiert“, sagt Teubl.

In der mittelfristigen Budgetplanung wurden von dem für Parkanlagen zuständigen FP-Vizebürgermeister Bernhard Wieser 248.000 Euro veranschlagt. Die Kosten könnten durch Sponsoren und die Mitarbeit von HTL-Schülern bei der Restaurierung erheblich gesenkt werden.

Schloss und Parkanlage stehen seit 1940 unter Denkmalschutz. Der Sisi-Pavillon wurde im 18. Jahrhundert errichtet, im 19. Jahrhundert wurde er baulich verändert und zwischen Alleen und Solitärbäumen in der Gartenanlage integriert. Das Schloss selbst stammt aus dem 16. Jahrhundert.

Die Grünen kritisieren, dass der Park immer wieder verkleinert wurde, zuletzt durch den Bau von betreubaren Wohnungen. Der gesamte Schlosspark werde heute unter seinem Wert geschlagen und könnte ein wertvoller Naherholungsraum für die Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils Lichtenegg sein.

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Artikel Michaela Krenn-Aichinger 02. November 2012 - 00:04 Uhr
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