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Parkplatznot rund um den Bahnhof Pendler und Welser fordern Parkhaus

WELS. OÖN-Fragebogenaktion: Ein Parkhaus beim Bahnhof soll die unbefriedigende Situation für die Pendler und Neustädter entschärfen – Mehrheit der Welser spricht sich klar dafür aus

Parkplatznot rund um den Bahnhof Pendler und Welser fordern Parkhaus

Fehlendes Parkhaus und Baumängel am Bahnhof. Bild: VOLKER WEIHBOLD

Aufreibend ist für viele Pendler die Parkplatzsituation beim Bahnhof. Es gibt viel zu wenige Stellflächen. Die Neustadt-Geschäftsleute und die Bewohner klagen seit vielen Jahren darüber, dass die Pendler ihre Parkplätze okkupieren.

Auf die Frage „Sollte es beim Welser Bahnhof ein eigenes Parkdeck geben?“, fällt bei der aktuellen Fragebogenaktion der Welser Zeitung die Antwort eindeutig aus. 87,5 Prozent beantworten diese Frage mit Ja.

In den ursprünglichen Umbauplänen der Österreichischen Bundesbahnen für den Welser Bahnhof war ein Parkhaus enthalten, es fiel jedoch damals dem Sparstift zum Opfer. Trotz des dringenden Handlungsbedarfes kamen die ÖBB und die Stadt auch in den vergangenen Jahren bei diesem Thema nicht weiter.

Planung und Finanzierung

Etwas Bewegung kommt nun doch in die Sache. Noch im Herbst soll laut Bürgermeister Peter Koits (SP) der Planungsvertrag mit den ÖBB unterschrieben werden. Vor einigen Monaten gab es ein Gespräch von Stadtvertretern mit ÖBB-Generaldirektor Christian Kern, um das Projekt endlich in Schwung zu bringen. Das Parkdeck ist auf der Ostseite des Bahnhofs in der Neustadt geplant. Dafür wird ein Bahngleis stillgelegt. Das Parkdeck ist modular ausbaufähig, zunächst sind 340 Stellplätze im Erd- und Obergeschoß geplant. Aufgestockt werden kann auf bis zu 900 Stellplätze. Es wird direkt an den Übergang des Bahnhofes anschließen. „Für das Bewirtschaftungssystem des Parkdecks werden die ÖBB Modelle ausarbeiten“, sagt Koits.

Über die Tarifgestaltung wird dann mit der Stadt verhandelt. Größter Brocken ist der Finanzierungsschlüssel zwischen ÖBB, Stadt Wels und dem Land Oberösterreich. Wann mit dem Parkdeck begonnen werden kann, steht noch nicht fest.

Bei der OÖN-Fragebogenaktion betonen viele der bereits mehr als 450 Teilnehmer die Wichtigkeit moderater Tarife. „Das Parkhaus muss mit angemessenen Parkgebühren betrieben werden. Es sollte auch eine starke Verbilligung für Pendler- und Vorteilscard-Besitzer geben, denn es bringt nichts, teure Gebühren zu verlangen, und das Parkdeck ist halb leer und die freien Parkplätze auf der Straße wieder belegt“, schreibt ein Neustädter.

Viele Welser sind jedoch der Meinung, dass die Parkplätze gratis sein sollten, um einen Anreiz für Pendler zu schaffen, vom Auto auf die Bahn umzusteigen. Die derzeitige Parksituation sei abschreckend. „Ich verzichte darauf, auf die Bahn umzusteigen, weil das Parkplatzsuchen länger dauert als die Autofahrt zum Bahnhof“, sagt eine Welser Pendlerin.

Baumängel beseitigen

Ärger bereitet am Welser Bahnhof nicht nur die Parkplatzsuche, sondern auch die Baumängel. Beim Übergangssteg wölbt sich der Gussasphaltbelag und birgt etliche Stolperfallen für die Bahnkunden. Jetzt wird die Sanierung endlich in Angriff genommen. „Bis zum 8. November werden die ersten Maßnahmen durchgeführt“, sagt ÖBB-Pressesprecher Mario Brunnmayr. Weiter warten heißt es auf die Entfernung der unansehnlichen OSB-Platten, die nach dem Bruch von Glasscheiben seit Jahren ein Dauerprovisorium sind. Die ÖBB haben die Sanierung nun auf das Frühjahr 2013 verschoben.

 

Wollen Sie ein Parkhaus beim Bahnhof?

"Die Parksituation ist eine Katastrophe. Ein Parkhaus ist dringend notwendig. Ich bin auch bereit, für den Parkplatz zu zahlen, in Linz muss ich das auch.“ Josef Kaufmann, Riedau, Pensionist

"Der Welser Bahnhof ist eine ständige Baustelle. Ein Parkhaus ist dringend notwendig. Pendler verstellen die Kundenparkplätze.“ Werner Stadlbauer, Barbetreiber Neustadt

"Mich betrifft die prekäre Parksituation beim Bahnhof noch nicht, weil ich mit dem Zug nach Wels in die Arbeit pendle. Ein Parkdeck hat nur dann Sinn, wenn die Tarife nicht überteuert und für alle leistbar sind.“ Lisa Sattelberger, Augenoptikerin, Grieskirchen

"Um 6 Uhr sind die Dauerparkplätze vor meinem Geschäft bereits voll und oft meine Kundenparkplätze verstellt. Es ist höchst an der Zeit für ein Parkhaus!“ Viktor Schildmair, Neustadt

"Die ÖBB müssen dafür sorgen, dass ihre Kunden auch Parkplätze und ein Parkhaus haben. Aufgrund der Parkplatznot fahre ich mit dem Bus zum Bahnhof.“ Peter Osterloh, Welser Pensionist

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Artikel Michaela Krenn-Aichinger 15. Oktober 2012 - 00:04 Uhr
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