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Wels

Neues Welser Logo wird im Internet heftig kritisiert

Von Friedrich M. Müller   26. Juli 2016 04:41 Uhr

Doch kein großer Wurf? Neues Welser Logo wird im Internet heftig kritisiert
Das offizielle Wels lobt das neue Logo (links im Hintergrund) natürlich: Stadtmarketing-Direktor Peter Jungreithmair (l.), VP-Wirtschaftsstadtrat Peter Lehner, FP-Bürgermeister Andreas Rabl und SP-Fraktionsvorsitzender Stefan Ganzert.

WELS. Wels wirbt ab 2017 mit buntem "W" – Kritiker behaupten: Markenauftritt sei abgekupfert.

Knapp 2600 Menschen haben sich bei der Wahl des neuen Logos der Stadt beteiligt. Der von der Welser Agentur "CPLUSM" entworfene bunte Buchstabe "W" erhielt mit 1439 Stimmen den größten Zuspruch. Die Welser Zeitung berichtete darüber.

Knapp 1600 Stimmen kamen von Welsern, der Rest von Auswärtigen. Die Wahlbeteiligung via Internet war bescheiden. "179 haben teilgenommen", sagt Christof Schumacher, Chef von "CPLUSM".

Dafür wird nun im Internet über die neue Kreation lebhaft diskutiert. Besonders kritische Geister werfen der Agentur vor, nicht wirklich Neues auf die Welt gebracht zu haben. Denn mit täuschend ähnlichen Schriftzügen wirbt auch die Region Niederbayern: "Niederbayern schafft Heimat" steht unter dem Buchstaben N, der ebenfalls in Regenbogenfarben ausgeführt ist.

Der Orden der "Barmherzigen Brüder Österreich" tritt mit einer bunten, regelmäßigen "Fieberkurve" auf, die als Aneinanderreihung von Buchstaben M oder W gedeutet werden kann. Ähnlich ist ein Werbeauftritt am anderen Ende der Welt: Beim Logo der neuseeländischen Stadt Queenstown sind die Spitzen der bunten "Fieberkurve" freilich unregelmäßiger.

"Wir haben eine Plagiatsprüfung gemacht, es gibt kein Problem: Wer im Internet sucht, wird auch viele Logos finden, die dem Linzer täuschend ähnlich sind", sagt Wirtschaftsstadtrat Peter Lehner (VP) auf Anfrage. Er ist überzeugt: "Die Verwendung der unterschiedlichen Farben für unterschiedliche Themen machen das neue Logo unverwechselbar."

Das Welser W soll in der Buntheit die Stadt repräsentieren. In Einzelfarben aber bestimmte Themen – Einkaufsstadt, Sport, Bildung, Kultur... besetzen.

Agenturchef droht mit Klage

CPLUSM-Eigentümer Schumacher wehrt sich vehement gegen den Plagiats-Vorwurf: "Wer so etwas behauptet, mit dem treffen wir uns vor Gericht wieder." Buntheit bei Logos sei ein internationaler Trend.

Die Vorgabe für die Agenturen, die bei der Logo-Gestaltung mitgemacht haben, lautete: "Wels hat Vielfalt, Wels ermöglicht", sagt Schumacher. Solche Schlagwörter würden Lebensfreude erzeugen.

FP-Bürgermeister Andreas Rabl hat nie ein Hehl daraus gemacht, dass ihn das Logo von "CPLUSM" mehr anspricht als der Entwurf der Welser Agentur "creativmarketing". "Auch ich habe einen Geschmack und den darf ich wohl äußern: Kollege Gerhard Kroiß war im übrigen anderer Meinung. Es gab aber eine eindeutige Entscheidung bei der Wahl", sagt Rabl.

Logo Wels

 

 

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