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Mit neuer Lunge auf der Siegertreppe ganz oben

EBERSTALZELL. Die 23-jährige Stefanie Krenmayer wurde zweifache Europameisterin bei EM der Herz- und Lungentransplantierten.

Mit neuer Lunge auf der Siegertreppe ganz oben

Stefanie Krenmayer (Mitte) bei der Siegerehrung im Tischtennis-Einzel Bild: privat

Als die 15 österreichischen Athleten bei der Eröffnungszeremonie der "Europäischen Sportspiele für Herz- und Lungentransplantierte" in Lignano antraten, stand die jüngste von ihnen ganz vorne: Stefanie Krenmayer aus Eberstalzell wurde von unserem Team als Fahnenträgerin auserkoren. Und diese EM sollte für die 23-jährige Lehrerin besonders erfolgreich verlaufen. Am Ende durfte sie sich über zwei Goldmedaillen im Tischtennis-Einzel und -Doppel sowie eine Bronzemedaille im Badminton-Doppel freuen.

Erst vor zwei Jahren bekam die junge Frau, die seit ihrer Geburt an der unheilbaren Stoffwechselerkrankung Mukoviszidose leidet, im Wiener AKH eine Lunge transplantiert. Nach der Operation ging es schnell gesundheitlich bergauf, sie begann mit dem Muskelaufbau, schnürte immer öfter die Wanderschuhe und begann vor einem Jahr erneut mit dem Tischtennisspielen. "Im Selbsthilfeverein für Herz- und Lungentransplantierte haben sie mich dann überredet, bei der EM mitzumachen", erzählt Krenmayer. Es sei eine unglaubliche Woche in Italien gewesen – voller Spannung, Kampfgeist, Freundschaft, aber vor allem voller Leben: "Jeder freut sich, dass er da sein kann. Und wenn man Menschen kennenlernt, die vor mehr als 20 Jahren eine Lunge transplantiert bekommen haben, ist das für einen selbst sehr ermutigend", sagt Krenmayer.

Insgesamt nahmen rund 350 Herz- und Lungentransplantierte aus ganz Europa teil. Für Österreich gingen 15 Athletinnen und Athleten in den verschiedensten Disziplinen, unter anderem Schwimmen, Golf, Leichtathletik, Tischtennis, Tennis, Petanque, Radfahren, an den Start und brachten aus Italien 44 Medaillen, davon 26 in Gold, mit nach Hause. Dass gleich zwei Goldmedaillen auf ihr Konto gehen würden, damit hatte die Eberstalzellerin nicht gerechnet. "Spontan habe ich mich dann auch noch mit einem Partner entschlossen, im Badminton-Doppel anzutreten, und wir haben Bronze geholt."

Berührende Abschlussfeier

Besonders berührend fand Krenmayer die Abschlussfeier, bei der die Athleten ihren Organspendern dankten und ihrer gedachten.

Die erfolgreiche Sportlerin hat bereits die nächsten Ziele im Visier. In zwei Jahren findet die EM in Spanien statt. Und nächstes Jahr will sie an der WM für Transplantierte in Newcastle/England teilnehmen, sofern es die Gesundheit zulässt.

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Artikel Michaela Krenn-Aichinger 25. Juni 2018 - 00:04 Uhr
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