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Mit dem kleinen Hotel hat sich Jacinta Mössenböck einen Kindheitstraum erfüllt

GRIESKIRCHEN. Goldschmiedin, Galeristin und seit Kurzem auch Hoteliersfrau – die bekannte Unternehmerin Jacinta Maria Mössenböck hat sich einen Kindheitstraum erfüllt.

Mit dem kleinen Hotel hat sich Jacinta Mössenböck einen Kindheitstraum erfüllt

Jacinta M. Mössenböck ist nun auch Hotelier. Bild: Privat

OÖN: Sie sind Goldschmiedemeisterin mit einem Geschäft und führen mit Ihrem Bruder eine Galerie. Warum „halsen“ Sie sich noch ein Hotel auf?

Mössenböck: Das ist tatsächlich ein Kindheitstraum von mir. Als ich sechs oder sieben Jahre alt war, bin ich einmal auf einer Waldlichtung gestanden und habe mir gedacht, hier baue ich einmal ein Hotel her. Vor rund zehn Jahren hat es begonnen, dass mich dieser Kindheitswunsch wieder beschäftigt hat. Nun habe ich ihn in die Tat umgesetzt und in mein Haus in Grieskirchen das kleine Frühstückshotel „Goldschmiede“ gebaut.

OÖN: Damit haben Sie sich aber nicht nur einen Traum erfüllt, sondern auch viel Geld in neue Arbeit investiert?

Mössenböck: Das stimmt, aber das macht mir nichts aus. Ich komme halt jetzt zwei Stunden früher, weil ich mache das Frühstück für meine Gäste selbst. Außerdem haben wir es so organisiert, dass die Gäste Tag und Nacht mit Hilfe eines Sicherheitscodes in das Hotel kommen und ich während des Tages ja ohnehin in meinem Geschäft erreichbar bin. Geld haben wir rund 200.000 Euro investiert.

OÖN: Warum sind es „nur“ vier Zimmer geworden?

Mössenböck: Ich wollte von Anfang an nicht größer bauen. Die Räumlichkeiten in dem Haus im Zentrum in Grieskirchen sind vorhanden gewesen und die haben wir nun entsprechend adaptiert. Neben den vier Zimmern haben wir noch einen Frühstücksraum.

OÖN: Aber Sie hätten es sich auch leichter machen können, zwei oder drei Wohnungen in die freien Räume bauen und vermieten können?

Mössenböck: Stimmt, aber das wollte ich eben nicht. Ich weiß, dass in Grieskirchen ein Bedarf für Gästebetten besteht. Insofern bin ich auch überzeugt, dass das Hotel gut angenommen wird.

OÖN: Was sagt denn die Konkurrenz in Grieskirchen dazu?

Mössenböck: Ich kann nur von Alois Zweimüller sprechen, der mir immer wieder Gäste schickt, wenn er selbst keine Zimmer mehr frei hat. Andererseits schicke ich ihm natürlich meine Leute, wenn die ein Restaurant suchen. Von den anderen Beherbergungsbetrieben kann ich es ehrlich gesagt nicht sagen, aber ich habe nichts Negatives gehört.

OÖN: Worauf legen denn Sie Wert, wenn Sie in einem Hotel absteigen?

Mössenböck: Ich brauche vor allem Platz. Sowohl im Schlafraum, als auch im Bad. Dann wünsche ich mir immer ein gutes Frühstück mit frischen Lebensmitteln. Von Vorteil ist auch, wenn ich einen Internetzugang habe, Fernseher bräuchte ich eigentlich nicht. Aber ich mag es vor allem lieber klein und fein.

OÖN: Welches Hotel würden Sie da empfehlen?

Mössenböck: Das Casa Privata an der Amalfiküste in Italien. Dieses Haus mit sechs Zimmern hat ein Wiener Architektenehepaar gekauft und liebevoll umgebaut. Von der Art, wie es hergerichtet und wie es geführt ist, ist es sicher auch Vorbild für mein Projekt gewesen.

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Artikel Von Martin Povacz 18. Juni 2010 - 00:04 Uhr
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