Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Sonntag, 21. April 2019, 04:53 Uhr

Linz: 8°C Ort wählen »
 
Sonntag, 21. April 2019, 04:53 Uhr mehr Wetter »
Oberösterreich  > Wels

Land beruhigt: Von Maurer-Grube geht keine unmittelbare Gefährdung aus

WELS. Deponie wird seit 2001 untersucht. Schadstoffe im Grundwasser wurden nie überschritten.

Auf diesem Feld fanden im September Probebohrungen statt. Darunter liegt eine der größten Welser Deponien. Bild: (privat)

Wie gefährlich ist die Maurer-Deponie in Laahen? Dieser Frage geht am Montag erstmals der Welser Gemeinderat nach. Der zuständige Abteilungsleiter beim Land Oberösterreich, Herbert Rössler, sieht derzeit keine unmittelbare Gefährdung für die Umwelt: „Die Schwellenwerte für Grundwasser, die bisher beprobt worden sind, wurden nicht überschritten“, sagt der Landesbeamte auf Anfrage der Welser Zeitung.

Wie gestern berichtet, sitzt Grundeigentümer Alexander Maurer auf einem 44.000 Quadratmeter großen Grundstück im Welser Stadtgebiet, das er nicht bebauen darf. Seit den 1960er Jahren wurde die ehemalige Schüttergrube vom Magistrat mit Müll angefüllt. Es liegt der Verdacht nahe, dass neben Hausmüll auch nicht genehmigte Mineralöle, Chemikalien, Bauschutt und alte Elektrogeräte deponiert wurden.

Die 1971 zugeschüttete Müllgrube wird im Altlastenkataster als Beobachtungsfläche geführt. Solange nicht nachgewiesen ist, dass von der Deponie eine Gefahr ausgeht, wird das Bundesumweltamt keiner Sanierung zustimmen. Die Kosten einer allfälligen Entsorgung von rund 440.000 Kubikmeter Altlast müsste der Altlastenfonds tragen.

Nicht nur deshalb gibt sich Bürgermeister Andreas Rabl (FP) gelassen: „Das Land hat uns nach Auflassung der Deponie bestätigt, dass wir alle vorgeschriebenen Auflagen eingehalten haben. Dass die Deponie nachher noch wild beschüttet wurde, ist Angelegenheit des Grundeigentümers.“ Eine Abgrenzung, wer welchen Teil damals beschüttet hat, sei laut Rabl nach mehr als 40 Jahren extrem schwierig.

Die Grünen werden am Montag im Gemeinderat einen Antrag mit folgendem Inhalt stellen: Die Stadt solle sich mit dem Umweltbundesamt und der Umweltabteilung des Landes aktiv in einen Prozess einbringen, der die tatsächliche Gefährdungslage ermittelt. Besitzer Alexander Maurer wird zur Bürgerfragestunde erwartet.

 

 

Kommentare anzeigen »
Artikel Erik Famler 09. November 2018 - 06:29 Uhr
Mehr Wels

"Wasserstoff-Antrieb wird für Lkw wirtschaftlich interessant"

THALHEIM. In Thalheim arbeiten im Forschungslabor Fronius 600 Mitarbeiter an einer Vision: Unsere ...

Grüne Idylle soll Helikopter-Flugplatz und mehreren Hangars weichen

NIEDERTHALHEIM. Ein Bundesheer-Offizier plant in Niederthalheim bei Schwanenstadt mitten am Land ein ...

Singen in Altenheimen wird zum Exportschlager

WELS. In den Welser Seniorenheimen wird gerne und viel gesungen.

Drogendealer zückte Pistole

WELS. Mit einer schwarzen Schreckschusspistole zielte ein 65-jähriger Drogendealer in einem Gastgarten in ...

Wo kommt die Busdrehscheibe hin? Linie Wels fragt ihre Kunden

WELS. Das Tauziehen um die Gestaltung des Verkehrs in der Innenstadt geht weiter – nicht nur wegen der ...
Meistgelesen   mehr »
Weitere Meldungen
OÖNachrichten auf Facebook OÖNachrichten auf Twitter OÖNachrichten auf Google+ OÖNachrichten RSS