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Kein Gebührenstopp: Stadt Wels greift Bürgern 2015 noch tiefer in die Taschen

WELS. Löhne und Erspartes verlieren zunehmend an Wert, die Tarifbelastung steigt trotzdem.

Stadtplatz Wels Bild: VOLKER WEIHBOLD

Wie jedes Jahr steigen auch heuer zu Jahresbeginn die städtischen Tarife und Gebühren. Das E-Werk erhöht Kanal-, Wasser- und Fernwärmegebühren um 1,6 Prozent: "Das ist die übliche Indexanpassung. Die neuen Preise für Strom und Gas sind noch nicht fixiert", sagt EWW-Vorstandsdirektor Wolfgang Nöstlinger.

Indexsteigerungen meldet auch der Magistrat. Die Müllentsorgung wird um bis zu 1,59 Prozent teurer. Impfungen am Gesundheitsamt, die Tagsätze in Seniorenheimen, die Anmietung von Stadttheater und Kornspeicher, ja selbst die Grabgebühren unterliegen der Wertanpassung.

Für die Betroffenen ist die Belastung nicht nachvollziehbar, sinkt doch umgekehrt der Wert ihres Geldes. Die von den Gewerkschaften erstrittenen Lohnerhöhungen frisst die kalte Progression und wandelt sie keck um in Steuereinnahmen. Die noch immer beliebteste Sparform, das Sparbuch, verliert mangels Zinsen empfindlich an Wert.

Im Gemeinderat diskutierten die Parteien zuletzt Enthaltsamkeit bei städtischen Tarifen. Einen diesbezüglichen Vorstoß der ÖVP lehnten die übrigen Parteien ab: "Es wäre ein wichtiges Zeichen, auf Einnahmen zu verzichten, um den Menschen unter die Arme zu greifen", sagt ÖVP-Stadtparteichef Peter Csar, der für einen generellen und auf zwei Jahre befristeten Gebührenstopp plädiert.

Für FPÖ-Vizebürgermeister Andreas Rabl hat das Entlastungsmodell der ÖVP einen gravierenden Fehler: "Eine Aussetzung der Gebühren würde allen zugute kommen und damit auch jenen helfen, denen es wirtschaftlich gut geht." Noch im Jänner will Rabl daher mit Finanzreferent Hermann Wimmer ein Gegenmodell präsentieren, das der ärmeren Bevölkerung zugute kommt. SP-Vize Wimmer war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

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Artikel Erik Famler 08. Januar 2015 - 00:04 Uhr
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