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In Edt ist ein illegales Zwischenlager mit 3000 Bahnschwellen aufgeflogen

EDT BEI LAMBACH. Bezirkshauptmannschaft prüft Strafanzeige. Experte soll Schadstoffbelastung abklären.

In Edt ist ein illegales Zwischenlager mit 3000 Bahnschwellen aufgeflogen

Der illegale Lagerplatz in Edt bei Lambach mit mutmaßlich vergifteten Bahnschwellen wird seit gestern geräumt. Bild: privat

Eine deutsche Firma lagert am Rande einer Schottergrube in Edt bei Lambach Tausende mit Schadstoffen imprägnierte Bahnschwellen. Ob das Altholz eine Umweltbelastung darstellt, ist noch nicht geklärt. Der Lagerplatz wird aber nach Auskunft der BH Wels-Land illegal betrieben. Die Bahnschwellen stammen von Abbrucharbeiten der deutschen Gleisrückbaufirma Meißner. Diese planiert im Auftrag der Schiene Oberösterreich, einer Tochter der Landesverkehrsholding, die Trasse der aufgelassenen Haager Lies. Mittlerweile haben sich auf dem illegalen Lagerplatz rund 3000 Bahnschwellen angesammelt, die dort für einen Weitertransport nach Rumänien bestimmt sind.

Das Grundstück gehört einem Welser Bauunternehmen, das es an die Firma Meißner für Lagerzwecke vermietet. Ein Vertreter des Welser Unternehmens spricht von einer Notlösung: "Von der Anlieferung bis zum Abtransport nach Rumänien sind die Bahnschwellen bisher schnell von den ÖBB abgeholt worden. Zuletzt hatten wir aber ein Problem, weil die Bundesbahn keine Waggons auftreiben konnte." Dies sei auch der Grund, warum die Schwellen seit mehr als einem Monat auf blankem Schotter lagern. In Rumänien werden die Bahnschwellen angeblich für Schmalspurbahnen verwendet: "Den Mittelteil der Holzschwellen nehmen sie dort für ihre Gleisanlagen."

Erst durch einen Zufall habe er von der Lagerfläche Kenntnis erlangt, sagt Bürgermeister Max Riedlbauer (VP). Eine Anzeige an die Bezirkshauptmannschaft sei nicht erfolgt: "Wir haben auch nichts damit zu tun", rechtfertigt sich Riedlbauer.

Gestern begann Abtransport

Erst durch Recherchen der Welser Zeitung wurde Bezirkshauptfrau Elisabeth Schwetz auf den illegalen Lagerplatz aufmerksam. Nach Rücksprache mit Vertretern der Umweltabteilung des Landes konnte sie fürs Erste Entwarnung geben: "Gefahr in Verzug besteht nicht, weil die Schwellen lange im Bahnschotter lagen. Da das Lagergut einige Jahre nicht mehr gegen Unkraut behandelt wurde, droht keine unmittelbare Gefahr für das Grundwasser."

Gestern begannen die ÖBB mit dem Abtransport der Schwellen. Am Nachmittag prüfte ein Sachverständiger im Auftrag der BH, ob es sich um gefährlichen Abfall handelt: "Die Ergebnisse werden zeigen, ob ein Strafverfahren eingeleitet wird", sagt BH-Juristin Margarete Aumayr-Feitzlmayr.

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Artikel Erik Famler 25. September 2018 - 06:04 Uhr
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