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Hubert Pupeter hat die erste Ökobank

GUNSKIRCHEN. Banker Hubert Pupeter über erste Erfolge und Reaktionen auf das neue „Umweltcenter“.

GUNSKIRCHEN: Hubert Pupeter hat die erste Ökobank

Mit dem Geld, das die Bankkunden anlegen, werden unter anderem Windkraftanlagen finanziert. Bild: dpa/Oliver Berg

Hubert Pupeter hatte schon vor 17 Jahren die Idee, eine Umweltbank nach dem Vorbild eines deutschen Geldinstituts in Nürnberg zu gründen. Vor einigen Monaten war es soweit. Der Gunskirchner Raiffeisen-Bankdirektor startete nach längeren Diskussionen mit Skeptikern im Raiffeisenkonzern das „Umweltcenter“, die erste regionale Ökobank in Oberösterreich.

Mit den Spareinlagen der Kunden in der Umweltbank werden ausschließlich Projekte im Bereich erneuerbare Energie und Umweltschutz finanziert. „Heuer werden es Projekte mit einem Volumen von 10 bis 15 Millionen Euro sein, das liegt über meinen Erwartungen“, sagt Pupeter. Darunter sind das Windkraftwerk Munderfing-Kobernaußerwald und das Biomasseheizwerk in Offenhausen. In Planung in Gunskirchen ist ein Bürgerbeteiligungsmodell für Photovoltaik-Anlagen auf öffentlichen Gebäuden.

Die Zahl jener Bankkunden, die sichergehen wollen, dass ihr Geld ökologisch und nachhaltig arbeitet, ist aber noch überschaubar. „Viele haben mir auf die Schulter geklopft, zum Projekt gratuliert. Doch der Privatkunde springt noch zögerlich auf das Thema auf“, bedauert Pupeter.

Gerade im Bankensektor, der in den vergangenen Jahren vorwiegend durch negative Schlagzeilen aufgefallen ist, sei es aber wichtig, neue, positive Initiativen zu setzen. Wichtig ist dabei vor allem Transparenz, die Ökobank wird separat in der Buchhaltung der Gunskirchner Raiba geführt. Jeder erhält Auskunft, für welche Projekte sein Geld verwendet wird.

Und wie hält es der Banker selbst mit dem Umwelt- und Klimaschutz? „Ich installiere gerade meine zweite Photovoltaikanlage am Haus meiner Mutter, das freut auch den Betriebswirt in mir, weil ich eineinhalb mal soviel Strom erzeuge als verbrauche“, sagt der Offenhausner. Als dreifacher Vater sei ihm wichtig, die natürlichen Lebensgrundlagen zu erhalten.

Diskussion mit Klimaforscherin

Einen persönlichen Beitrag für den Klimaschutz zu leisten, propagiert die bekannte Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb. Sie kommt auf Einladung von Pupeter am 24. April zu einer Podiumsdiskussion nach Gunskirchen.

„Klima, Energie und Wir“, Podiumsdiskussion mit Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb, am Mittwoch, 24. April, 19 Uhr, im VZ Gunskirchen. Anmeldung: www.umweltcenter.at

 

Umweltcenter

 

Finanziert werden Projekte im Bereich erneuerbarer Energie (Solarthermie, Photovoltaik Windkraft, Biomasse), ökologisches Bauen und Sanieren.
In einem jährlichen Nachhaltigkeitsbericht werden das aufgebrachte Geldvolumen und die damit realisierten Projekte transparent dargestellt – unter Wahrung des Bankgeheimnisses.
Die vom Umweltcenter initiierten ökologischen Projekte werden laufend nach Effekten für Umwelt, Arbeitsplätze und regionale Wertschöpfung evaluiert.
 
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Artikel Michaela Krenn-Aichinger 18. April 2013 - 00:04 Uhr
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