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Herrmann Jungraithmayr: Von der Gasthauskuchl hinaus in die weite Welt

EFERDING. Der aus Eferding stammende Afrika-Forscher feiert seinen 85. Geburtstag.

Herrmann Jungraithmayr: Von der Gasthauskuchl hinaus in die weite Welt

Herrmann Jungraithmayr. Bild:

"Er ist eine Professorenpersönlichkeit, wie man sie heute kaum mehr findet", sagt die Eferdingerin Cordula Hanisch über den aus der Nibelungenstadt stammenden Afrikanisten Herrmann Jungraithmayr. Der Autor von mehr als 200 Aufsätzen und Büchern über die Sprachenvielfalt in Afrika feiert am 7. Mai seinen 85. Geburtstag. Aufgewachsen ist er als Wirtssohn im Gasthaus "Zur Traube" in Eferding, das Hanisch zu neuem Leben erweckt und ganz im Sinn der Familie Jungraithmayr revitalisiert hat.

Sein Elternhaus am Eferdinger Stadtplatz beschrieb der Wissenschaftler in einem Beitrag für das Festival der Regionen 2013 als "ein Haus so groß wie eine Burg, in dem sich das Leben in meiner Kindheit aber meist nur in einem einzigen Raum abgespielt hat – in der Kuchl". Bald aber zog es das Sprachentalent von Eferding hinaus in die große weite Welt. Nach dem Studium der Afrikanistik, Ägyptologie und Völkerkunde in Wien und Hamburg führten ihn zahlreiche Forschungsreisen vor allem nach Nigeria, in die Republik Tschad und den Sudan. Von 1972 bis 1996 war er Professor für afrikanische Sprachwissenschaften in Marburg, wo er heute lebt. Außerdem hatte er eine Professur an der Goethe-Universität Frankfurt inne. Als Gastprofessor war er auch in Washington D.C. und Maiduguri (Nigeria) tätig.

"Die Afrikanistik – die Wissenschaft von den afrikanischen Sprachen – versucht, vom Reichtum des sprachlichen Kulturerbes und -besitzes in Afrika noch so viel wie möglich zu retten", beschreibt der gebürtige Eferdinger Wissenschaftler, was ihn bis heute antreibt. Deshalb hat für ihn besonders eine seiner vielen Auszeichnungen, die er während seiner Laufbahn erhielt, eine ganz besondere Bedeutung. Die Tangale, ein kleines Volk in Nord-Nigeria, verliehen ihm während eines mehrtägigen Festes den Titel "Mai Yadak", was soviel wie "König, tapfer, furchtlos" bedeutet. Er bekam diese Auszeichnung, weil er sich für den Schutz und die Bewahrung ihrer Kultur einsetzte. 

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Artikel (krai) 03. Mai 2016 - 00:04 Uhr
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