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Harte Auflagen für Problem-Disco: "Feeling" muss um 2 Uhr zusperren

Von (fam)   08.November 2018

Harte Auflagen für Problem-Disco: "Feeling" muss um 2 Uhr zusperren
Betriebsleiter Aladin C.

Mit scharfen Konsequenzen reagieren der Magistrat und die Stadtpolizei auf die jüngsten Vorfälle in der Welser Diskothek "Feeling" im Stadtteil Pernau. Gegen die härteste der nun beschlossenen Maßnahmen, die Vorverlegung der Sperrstunden von 5.30 Uhr auf 2 Uhr, will der Betreiber Einspruch erheben. Zum gestrigen Runden Tisch erschienen Vertreter der Stadt, der Sicherheitsbehörde und der Betriebsleiter des Nachtlokals, Aladin C.

2017 und 2018 dokumentierte die Stadtpolizei in und vor dem "Feeling" 75 strafrechtlich relevante Vorfälle. Zu den häufigsten Straftaten gehörten Körperverletzungen, Raufhandel, Diebstähle, gefährliche Drohungen, Drogenmissbrauch und sexuelle Belästigung.

Vizebürgermeister Gerhard Kroiß (FP) und Wirtschaftsstadtrat Peter Lehner (VP) werten diese Ansammlung als akute Gefährdung der öffentlichen Sicherheit. Neben der Vorverlegung der Sperrstunde werden verstärkte Polizeikontrollen an den Zu- und Abfahrtstraßen angekündigt. Als dritter Punkt im gestern geschnürten Maßnahmenpaket werden weiterhin unangekündigte Betriebskontrollen in Aussicht gestellt.

"Feeling"-Betriebsleiter Aladin C. sagte zu, das Sicherheitspersonal zu verstärken und die Überwachung auf den Parkplatz auszudehnen. Er versprach außerdem, die Videoüberwachung zu modernisieren und auszubauen. Gegen ein Vorziehen der Sperrstunde auf 2 Uhr brachte der Betriebsleiter wirtschaftliche Einwände vor. Erhebt der Lokalbesitzer Einspruch, was zu erwarten ist, landet der Bescheid beim Stadtsenat. "Dort rechne ich mit einer Ablehnung der Einwände", sagt Kroiß.

"Die sicherheitspolizeilichen Bedenken wiegen in diesem Fall deutlich schwerer als die wirtschaftlichen Interessen", schließt sich Lehner der Meinung seines Koalitionspartners an. 

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