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Haager Lies sollte schon während der ersten großen Wirtschaftskrise eingestellt werden

HAAG/LAMBACH. Schon 1929 zur Zeit der ersten großen Weltwirtschaftskrise sollte die „Haager Lies“ wegen Fahrgast- und Einnahmenschwund eingestellt werden. Bis heute hat sich die Nebenbahn aber gehalten.

Haager Lies sollte schon während der ersten großen Wirtschaftskrise eingestellt werden

Mit Westernüberfällen wurde touristisch gekurbelt. Bild: privat

Ursprünglich war die Strecke zwischen Neukirchen bei Lambach und Haag am Hausruck als normale Nebenlinie der k. u. k. Staatsbahnen gebaut worden. Der Betrieb erfolgte mit Dampflokomotiven. Von Anfang an war geplant, die Strecke später nach Ried im Innkreis zu verlängern. Ein Vorhaben, das allerdings nie mehr umgesetzt wurde.

Nach der Monarchie waren die Österreichischen Bundesbahnen Eigentümer. Während der großen Weltwirtschaftskrise Ende der 20er-Jahre des vorigen Jahrhunderts sollte die Nebenbahn bereits einmal eingestellt werden. Stern & Hafferl übernimmt aber die Betriebsführung der Bahn und stellt so den Fortbestand sicher. Das Gmundner Unternehmen beginnt mit der Elektrifizierung und nimmt 1938 den ersten elektrischen Triebwagen in Betrieb.

Schüler, Pendler, Tourismus

Die „Haager Lies“ dient seit vielen Jahren vor allem Schülern, die nach Lambach oder Wels pendeln, als Verkehrsmittel. Auch Pendler nutzten das Angebot der Nebenbahn. In den vergangenen Jahren wurde auch versucht, die Bahn in ein touristisches Konzept mit einzubinden. Westernüberfälle und Radtransporte in die Vitalwelt sollten dazu dienen, den Erhalt zu gewährleisten.

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Artikel 12. November 2009 - 00:04 Uhr
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