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Gemeinderat will letzte Welser Baracke erhalten

Von (fam)   11.Oktober 2018

Verwachsene Frontseite der Baracke

Im Welser Gemeinderat wurde am Montag über die letzte noch erhaltene Kriegsbaracke diskutiert. Dabei entstanden ungewöhnliche Allianzen. Neben der SPÖ, den Grünen und den Neos sprach sich auch die ÖVP für eine Nachnutzung und gegen den Abriss aus. Ihr freiheitlicher Koalitionspartner zeigt sich weiter skeptisch. Bürgermeister Andreas Rabl argumentiert mit dem schlechten Zustand des Objektes: „Wir müssten die Baracke sanieren. Was davon dann übrig bleiben würde, ist nicht mehr schützenswert.“

Vertreter aller anderen Parteien sehen keine Notwendigkeit, die Baracke zu schleifen. Die Heimstätte plant das, ein Abrissbescheid liegt vor. Die Prüfung der Schutzwürdigkeit durch das Bundesdenkmalamt ist noch im Gange.

Die Nutzungsvorschläge sind vielfältig. Die Grünen betrachten das Objekt als Mahnmal von Flucht und Vertreibung und können sich ein Museum vorstellen. Die SPÖ denkt in eine ähnliche Richtung. Die ÖVP ist gegen Schnellschüsse und plädiert für eine Nachdenkpause.

Die Vorstellungen von Neos-Mandatar Markus Hufnagl reichen von einem Treffpunkt für Vereine über ein Jugendbüro bis zu einem Vortragsraum für Vernissagen und Literatur. 

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29. November 2021