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Gemeinde stoppt Abwanderung und setzt Maßnahmen gegen Landflucht

ESCHENAU. Eschenau hat acht Prozent der Einwohner verloren, im Vorjahr gab es aber ein Plus von 33.

Gemeinde stoppt Abwanderung und setzt Maßnahmen gegen Landflucht

Ländliche Idylle in Eschenau, Arbeitsplätze fehlen aber. Bild:

Fast acht Prozent ihrer Bevölkerung hat die Gemeinde im Norden des Bezirks Grieskirchen seit dem Jahr 2003 verloren. 77 Bürger haben den ländlichen Ort verlassen. Eschenau gehört zu jenen 20 Gemeinden in Oberösterreich, die am stärksten mit Abwanderung zu kämpfen haben. In Eschenau konnte der Abwärtstrend aber gestoppt werden.

Die Gemeinde bemüht sich mit Erfolg, der Abwanderung entgegenzuwirken. "Von Jänner 2017 bis Jänner 2018 haben wir ein Bevölkerungsplus von 33 gehabt", sagt Bürgermeister Hannes Humer (VP). Neben mehr Geburten und weniger Sterbefällen, sei dafür vor allem die rege Bautätigkeit verantwortlich. In den vergangenen Jahren wurde günstiges Bauland geschaffen. Während die Grundstückspreise rund um den Speckgürtel explodieren, liegen diese in Eschenau zwischen wohlfeilen 15 und 25 Euro pro Quadratmeter.

"Wir arbeiten auch am ständigen Ausbau der Infrastruktur und der Förderung des Vereinslebens, das bei uns einen sehr hohen Stellenwert hat", sagt Humer. Er schätzt vor allem die gute Gemeinschaft in seinem Wohnort und die schöne Landschaft, durch die zahlreiche Wanderwege und Mountainbike-Strecken führen.

Wichtiges Zukunftsthema für den 31-Jährigen ist der Breitbandausbau.

Nur etwa rund 100 Arbeitsplätze gibt es in der 1063 Einwohner zählenden Gemeinde. Viele Arbeitnehmer pendeln nach Grieskirchen zu den großen Leitbetrieben Pöttinger, Gföllner und Fröling oder nach Linz aus.

Für Eschenau entschieden

Eine Familie, die sich entschlossen hat, von auswärts nach Eschenau zu ziehen, ist jene von Julia Ploberger. "Wir sind keine Stadtmenschen und wollten unbedingt am Land bleiben. Als wir uns über Baugründe erkundigt haben, war die Gemeinde sehr bemüht und hat uns unterstützt", sagt Ploberger, die aus dem Nachbarort Neukirchen/Walde stammt und eine eineinhalbjährige Tochter hat. Schade findet Ploberger, dass es im Ort keine Kinderbetreuungseinrichtungen gibt. "Ich besuche mit meiner Tochter die Spielgruppe in Neukirchen, dort wird sie später auch in den Kindergarten gehen."

 
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Artikel Michaela Krenn-Aichinger 23. November 2018 - 00:04 Uhr
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