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Familienfreundlichkeit ist ein gutes Argument bei der Mitarbeitersuche

WELS / GRIESKIRCHEN. Staatspreis für familienfreundliche Unternehmenspolitik geht an das Klinikum.

Familienfreundlichkeit ist ein gutes Argument bei der Mitarbeitersuche

Die Eltern arbeiten, ihre Kinder haben Spaß im Betriebskindergarten, der von 6.30 bis 18 Uhr geöffnet hat. Bild: Klinikum

Insgesamt 68 Unternehmen und Institutionen aus sieben Bundesländern haben heuer beim Staatspreis "Familie & Beruf" eingereicht. Mit einem Sonderpreis hat das Bundeskanzleramt das Klinikum Wels-Grieskirchen für seine familienfreundliche Unternehmenspolitik ausgezeichnet.

Bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie wird immer wichtiger und ist auch ein Wettbewerbsfaktor. Am Klinikum wurden dafür zahlreiche Initiativen gesetzt. Am Standort in Wels können Klinikum-Mitarbeiter ihre Kinder im zweigruppigen Kindergarten und der Krabbelstube betreuen lassen. Eine Krabbelstube gibt es seit 2011 auch am Standort in Grieskirchen. "Vor allem Eltern von Kleinkindern gibt es die Sicherheit, dass sie schnell greifbar sind, wenn etwas sein sollte", sagt Julia Stierberger, Leiterin des Personalmanagements und Vereinbarkeitsbeauftragte. Sie hat Dienstagabend gemeinsam mit Katharina Kögler den Preis von Familienministerin Juliane Bogner-Strauß (VP) entgegengenommen.

Seit 2016 können Eltern auch eine flexible Kinderbetreuung in Anspruch nehmen, beispielsweise an schulfreien Tagen oder drei Wochen im August, wenn viele Kindergärten geschlossen haben. Regelmäßig wird auch erhoben, ob Änderungen oder zusätzliche Angebote gebraucht werden.

Karenz und Papamonat

Von den insgesamt 4100 Krankenhaus-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern sind durchschnittlich zwischen 370 und 400 in Karenz. "Auch der Papamonat und Väterkarenz wird regelmäßig in Anspruch genommen. Wir versuchen alle Wünsche möglichst zu erfüllen", sagt Stierberger.

Die Mitarbeiter werden vor der Karenz mit allen Infos rund um Rechtsansprüche und Möglichkeiten versorgt. "Während der Babypause halten wir die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit einem Newsletter auf dem Laufenden, etwa über organisatorische Veränderungen, neue Führungskräfte und informieren über Fortbildungsmöglichkeiten", erläutert Stierberger. Auch die Führungskräfte werden für das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie sensibilisiert. Bei Bedarf vermitteln die beiden Vereinbarkeitsbeauftragten, die erste Ansprechpartner für die Mitarbeiter sind.

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Artikel Michaela Krenn-Aichinger 14. Juni 2018 - 00:04 Uhr
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