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Erste Sitzungswoche im Parlament oder wenn "Evi" auf "Effi" trifft

WELS. Petra Wimmer und Eva Maria Holzleitner, beide SPÖ, zeigen Respekt vor neuer Aufgabe.

Erste Sitzungswoche im Parlament oder wenn "Evi" auf "Effi" trifft

Eva Maria Holzleitner (l.) sucht in Wien eine Studenten-WG, Petra Wimmer (r.) ist lieber alleine. Bild: Privat

Aufregend und spannend. So beurteilen die beiden neu angelobten SPÖ-Mandatarinnen aus Wels ihre ersten Eindrücke vom Parlament. Während Eva Maria Holzleitner (24) in Wien gerade nach einem kleinen Zimmer in einer Studentenwohnung Ausschau hält, kann sich ihre Kollegin und Parteifreundin Petra Wimmer (51) mit dieser Wohnform nicht anfreunden: "In einer WG würde ich mich nicht mehr wohlfühlen", gesteht Wimmer. Hotelaufenthalte kommen für beide Parlamentarierinnen nur in Notfällen in Frage: "Man müsste alles mitschleppen", winkt die Jüngere der beiden ab.

Sitzordnung ist vorgegeben

Die ersten Tage im Hohen Haus: Für Holzleitner und Wimmer waren sie geprägt von intensiven Schulungen. Wie funktioniert der Parlamentsklub? Wie die Ausschüsse? Die Sitzordnung im Plenarsaal ist vorgegeben: "Man findet mich im linken Tortenstück, vorletzte Reihe", scherzt Wimmer. Kollegin Holzleitner fand ihren neuen Platz in der letzten Reihe. Einer ihrer Sitznachbarn ist Alfred Noll von der Liste Pilz.

Ein amüsantes Zusammentreffen hatte die Welserin mit ihrem Linzer Landsmann Efgani Dönmez (ÖVP). "Er stellte sich bei mir mit seinem Spitznamen Effi vor. Ich antwortete ihm: ,Evi’. Er wieder: ,Nein, Effi.’ Ich habe ihn dann aufgeklärt, dass ich von den meisten Leuten Evi genannt werde."

Den Neuankömmlingen macht unter anderem die fremde Umgebung zu schaffen: "Der Rahmen in der Hofburg ist wunderbar, man kann sich aber sehr leicht verirren. Unglaublich, wie groß und verwinkelt dort alles ist", sagt Wimmer.

Holzleitner zeigt sich vor allem von ihrer neuen Rolle beeindruckt: "Ich bin jetzt eines von 183 Schulterpaaren, die für das Wohlergehen von über 8,5 Millionen Menschen zuständig sind. Bei dieser Aufgabe mitzuwirken, ist eine große Ehre."

In vier Ausschüssen vertreten

Jede der beiden SP-Mandatarinnen ist in vier Ausschüssen vertreten. In vier weiteren Ausschüssen sind die Welserinnen als Ersatz gemeldet. Die Aufteilung der Aufgaben hängt mit den Regierungsverhandlungen zusammen: "Mein Wunschausschuss ist Arbeit und Soziales. Das sind auch meine Kernkompetenzen", sagt Wimmer, die in Wels den Verein "Soziales Wohnen" leitet. Eva Maria Holzleitner wird sich um die Interessen der Jugend annehmen.

Beide Mandatarinnen wollen nach Wien möglichst oft den Zug nehmen. In ihr Auto will Wimmer nur in Ausnahmefällen steigen. Mehrmals jede Woche zwischen Wels und Wien zu pendeln, wird beiden nicht erspart bleiben.

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Artikel Erik Famler 15. November 2017 - 00:04 Uhr
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