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Wels

Causa Welldorado: 270.000 Euro fehlen

Von nachrichten.at (jup)   22. Januar 2015 12:14 Uhr

Symbolbild

WELS. Jahrelang soll eine Welldorado-Mitarbeiterin in ihre eigene Tasche gewirtschaftet haben. Ihre Chefs wussten davon, erstatteten keine Anzeige, sind aber weiterhin im Dienst.

Seit dem Jahr 2006 soll eine langjährige Mitarbeiterin des Welser Schwimmbades Welldorado Eintrittsgelder unterschlagen haben. Insgesamt fehlen rund 270.000 Euro. Das teilte Bürgermeister Peter Koits (SPÖ) am Donnerstag in einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz mit. Seit Mittwoch liegt der Bericht des Kontrollausschuss vor, der die Causa seit November geprüft hat. 

Chefs wussten seit August Bescheid

Wie berichtet ist Magistratsdirektorin Renate Kamleithner am 24. November des Vorjahres durch eine anonyme Anzeige über den Fall informiert worden. Besonders prekär: Die zuständigen leitenden Angestellten, Alfred Wimmer und Josef Homar, sollen - wie die Welser Zeitung bereits im Dezember berichtete - seit August Bescheid gewusst, den Vorfall aber weder gemeldet, noch angezeigt haben. "Sie wollten der Kassiererin die Chance geben, den Schaden wiedergutzumachen", so Koits. Damals ging man noch von einer weit geringeren Schadenssumme aus. 

"Tragisches menschliches Schicksal"

Die Frau, die neben dem kassieren von Eintrittsgeldern auch dafür zuständig war, die Tageseinnahmen zur Bank zu bringen, soll rund 20.000 Euro zurückgezahlt haben. Sie habe sogar angeboten, ihre Eigentumswohnung zu verkaufen. Sofort nach Bekanntwerden des Falles wurde die Beschuldigte entlassen. "Dahinter steckt ein tragisches menschliches Schicksal", so Ulrich Törek, Leiter der Dienstbehörde. Der Lebensgefährte sowie der Sohn der Beschuldigten sollen arbeitslos sein. 

Disziplinarkommission eingeschaltet

Suspendiert wurden Homar und Wimmer bis jetzt nicht. "Sie haben keine strafbare Handlung begangen, es geht um eine mögliche Verletzung der Dienstpflicht." Die Disziplinarkommission wurde eingeschaltet und soll nun über das weiter Vorgehen entscheiden. Auch die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft sind noch im Gange. Über eine Mittäterschaft ist derzeit nichts bekannt.

Mehr dazu lesen Sie am Freitag in der Welser Zeitung der OÖN und auf www.nachrichten.at/wels

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