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Wels

Bei Suche nach neuem FC-Wels-Obmann läuft heute Nennfrist ab

Von Erik Famler   01. Juli 2015 00:04 Uhr

WELS. Dem OÖ-Liga-Verein fehlt nach überraschendem Rücktritt von Obmann Höckner eine langfristige Perspektive und das liebe Geld.

Wer wird der neue Obmann beim FC Wels? Diese Frage beschäftigt seit dem plötzlichen Rücktritt von Markus Höckner die Welser Sportszene. Die Funktionäre halten sich bedeckt: "Es gibt jemanden, dessen Namen wir nicht vorzeitig preisgeben möchten", sagt Pressesprecher Lukas Aitzetmüller. Heute endet die Nennfrist für die am 8. Juli angesetzte außerordentliche Generalversammlung. Unterdessen wird die Liste der potenziellen Obleute immer länger. Die in Frage kommenden Personen dementierten. Das Angebot erreichte auch Ernst Hinterberger, einen früheren Funktionär und Unternehmer. Der Agenturbesitzer lehnte zwar ab, erklärte sich aber bereit, die Finanzen zu ordnen. Denn auf die Bestellung eines Rechnungsprüfers hatte der Verein bei der letzten Generalversammlung einfach vergessen.

Von einer existenzbedrohenden Verschuldung des Fußballvereins könne überhaupt keine Rede sein, betont Hinterberger: "Ich habe mich zuletzt zehn Stunden hingesetzt und alles systematisch geprüft. Die Gebarung ist in Ordnung. Wir haben noch einen Kredit aus der seinerzeitigen Forderung der Gebietskrankenkasse laufen. Dass der Verein in wirtschaftlichen Schwierigkeiten steckt, ist ein Unsinn", betont Hinterberger. Ein anderes Gerücht betrifft ausständige Gagen für Spieler der Kampfmannschaft. Immerhin kehren acht Leistungsträger nach Saisonende dem FC Wels den Rücken. Inzwischen sollen die Gehälter ausbezahlt worden sein.

Das Budget sei weiterhin viel zu niedrig, um sportlich nach oben zu kommen. "Ich würde mir für den Verein einen Freundeskreis von mehreren Unternehmern wünschen, wie ihn der LASK hat", sagt Hinterberger. "Wenn jede dieser Personen 10.000 bis 15.000 Euro investiert, wäre beim FC Wels vieles möglich."

Die eigentliche Basis für sportlichen Erfolg sind die Talente. Der FC Wels zählt 350 Nachwuchsspieler: "Große Profivereine wie Ried nehmen uns leider die Besten um nichts weg", bedauert Hinterberger und verweist auf das Bosman-Urteil und einschlägige Statuten.

Die neue Sportanlage in Wimpassing sollte dem Verein einen spürbaren Motivationsschub geben: "Die Trainingsmöglichkeiten im neuen Sportzentrum gleichen jenen der Stronach-Akademie", sagt ein Welser Fußballkenner.

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