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Absiedlungswillige machen Druck und drohen über ihre Anwälte mit Klagen

Von Michaela Krenn-Aichinger   21.Dezember 2017

In Alkoven wurde gegen eine Ausweitung der Absiedlungszonen gestimmt, Pupping entscheidet im Jänner.

In Alkoven hat sich der Gemeinderat bereits gegen die Ausweitung der „gelben Zone“ gestellt, die weitere großflächige Absiedlungen möglich machen würde. Die OÖN haben berichtet. In Pupping wurde die Entscheidung vertagt. „Wir werden voraussichtlich im Jänner eine Gemeinderatsitzung einschieben und darüber entscheiden“, sagt Puppings Bürgermeister Hubert Schlucker (VP). Jene, die aus dem Hochwassergebiet weg wollen und nur durch einen Beschluss der gelben Zone auch eine Entschädigung von 80 Prozent des Zeitwerts der Liegenschaft bekommen, machen Druck. Das sind laut Bürgermeister Schlucker in seiner Gemeinde zehn Familien, die zum Teil über ihre Anwälte ausrichten lassen, dass sie die Gemeinde haftbar machen und Regressforderungen stellen wollen. Laut Schlucker mit wenig Aussicht auf Erfolg, da es keinen Rechtsanspruch auf eine gelbe Zone und Hochwasserschutz gebe. Für diejenigen, die in einer Absiedlungszone bleiben, bedeutet eine Widmung jedoch eine massive bauliche Einschränkung.

In Pupping sind Hochwasserschutzmaßnahmen um 36 Millionen Euro geplant, inklusive der Erhaltungskosten liegt man bei 40 Millionen, wobei die Gemeinde acht Millionen Euro zu stemmen hätte. Das kann sie aber nicht aus eigener Kraft.

Kritik kommt von Schlucker, dass es von den beiden Gemeindereferenten Hiegelsberger und Gerstorfer unterschiedliche Aussagen zu Fördermitteln gibt. „Insgesamt sind die Kosten von 40 Millionen Euro zu hoch und stehen in keinem Verhältnis zu dem Schaden, den das Hochwasser 2013 angerichtet hat“, sagt Schlucker. Diese lagen in Pupping bei etwa zwei Millionen Euro.

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25. Oktober 2021