Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Freitag, 22. März 2019, 05:32 Uhr

Linz: 2°C Ort wählen »
 
Freitag, 22. März 2019, 05:32 Uhr mehr Wetter »
Oberösterreich

Von Spinnenhelm und "Europa-Anzug" zur hochmodernen Schutzausrüstung

OBERÖSTERREICH. Um anderen helfen zu können, ist es wichtig, dass man selbst gut geschützt ist.

Von Spinnenhelm und "Europa-Anzug" zur hochmodernen Schutzausrüstung

Ein Bild aus früheren Tagen mit dem "Spinnenhelm" der Wiener Form Bild: OÖN

Eine rasante Entwicklung erfuhr in den vergangenen zwei Jahrzehnten die persönliche Schutzausrüstung der Feuerwehrmänner und -frauen im Land. Wer in den 80ern des vorigen Jahrhunderts "eingerückt" ist, wurde oft noch mit einem einfachen Europa-Anzug ausgestattet. Dieser war im Grunde eine reine Arbeitsbekleidung und für den Innenangriff wenig geeignet.

Freilich war die Durchdringung der Feuerwehren mit Atemschutz-Geräten auch noch nicht flächendeckend gegeben. Heute hat beinahe jede Feuerwehr schweren Atemschutz in den Fahrzeugen. Mit wachsendem Wissens- und Ausbildungsstand stieg auch das Bewusstsein für die persönliche Sicherheit. Vor etwa 20 Jahren noch wurde mancherorts gelehrt, dass freie Hautstellen im Innenangriff ein guter "Indikator" seien, um abzuschätzen, ob man nicht schon zu nahe am Brandherd war – heute ist das natürlich undenkbar.

Sicherheitsgedanke wächst

Zwar werden viele ältere Einsatzhosen und -blusen mit einer geringen Wärme-Schutzwirkung weiterverwendet, allerdings stehen dann für Brandeinsatz und technischen Einsatz zwei verschiedene Uniformen zur Verfügung. Bei einem Brand wird in diesem Fall eine zusätzliche Schutzausrüstung benötigt. Man spricht von Schutzstufe I und Schutzstufe II.



PDF Datei (1.84 MBytes.)

Das Feuerwehr-Farbenspiel

War bis vor einigen Jahren die Farbe der Einsatzbekleidung einheitlich Grün mit blauen oder orangen Schutzjacken, wurde in einigen Bundesländern die Farbe der gesamten Einsatzbekleidung auf Blau oder Sandgelb umgestellt. Oberösterreichs Feuerwehren werden in den nächsten zehn Jahren einheitlich blau. Natürlich dürfen alte Bekleidungsstücke ausgetragen werden. Die Umstellung wird gerade bei kleineren Feuerwehren noch einige Jahre dauern, deshalb wurde auch die zehnjährige Übergangsfrist vereinbart. Unabhängig davon werden manchmal von Feuerwehren, die auf Autobahnen Einsätze abwickeln, auch rote Schutzanzüge aus Gründen der Sichtbarkeit verwendet. Zwar sieht man das bei den Landesfeuerwehrverbänden nicht gerne, eine Handhabe dagegen gibt es allerdings auch nicht wirklich.

Die Geschichte des Helmes

In Österreich werden vielerorts noch die sogenannten Spinnenhelme der Wiener Form verwendet, in Anlehnung an das Bundesheer auch Stahl-Pepi genannt. Allerdings sieht man sie im Einsatz nur mehr selten. Alte Helme werden gerne von den Wettbewerbsgruppen getragen. Für den Einsatz wurden und werden immer noch diese alten Modelle entsprechend den finanziellen Mitteln der Gemeinden und Feuerwehren ausgetauscht.

Längst handelt es sich bei einem modernen Helm um hochgezüchtete Sicherheitstechnik. Dazu kommen zahlreiche Features: Maskenhalterungen für den Atemschutz, Helmlampen, Sprechgarnituren für den Funk und sogar Wärmebildkameras werden schon auf moderne Feuerwehrhelme aufgebaut.

Atemschutz unter Druck

Der Pressluftatmer "DA 58" stand Jahrzehnte im Einsatz der Feuerwehren. Ältere Semester kennen und lieben ihn. Anfang der 2000er Jahre wurde der Atemschutz in Oberösterreich kontinuierlich auf ein Überdrucksystem umgestellt. Das heißt, dass der Lungenautomat im Inneren der Atemschutzmaske einen leichten Überdruck erzeugt. Bei Leckagen oder leichten Undichtheiten an der Maske strömt Luft nach außen und verhindert das Eindringen von Atemgiften ins Innere der Maske.

Kommentare anzeigen »
Artikel Thomas Fellhofer 16. März 2019 - 00:04 Uhr
Mehr Oberösterreich

E-Bikes: Gefragt, gesund – und gefährlich?

LINZ. E-Bikes erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, Händler werden regelrecht gestürmt.

Tiefe Trauer nach dem Tod der zehnjährigen Sophie

FELDKIRCHEN. Trauer und Erschütterung herrschen in der Gemeinde Feldkirchen bei Mattighofen im Bezirk ...

Karl Habsburg und das "von"-Verbot: "Es gibt unendlich wichtigere Dinge"

WELS. Vor Eröffnung der Maximilian-Schau in Wels sprachen die OÖN mit dem Kaiserenkel Karl ...

Hercules können nicht mehr starten

HÖRSCHING. Heer: Propellerprobleme zwingen alle drei Transportflugzeuge auf den Boden.

Fahrverbote, mehr Raum für Fußgänger: So will Madrid seine Luft verbessern

Wie Linz kämpft Madrid mit zu hohem NO2-Werten – ein Besuch in Spaniens Hauptstadt.
Meistgelesen   mehr »
Weitere Meldungen
OÖNachrichten auf Facebook OÖNachrichten auf Twitter OÖNachrichten auf Google+ OÖNachrichten RSS