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Oberösterreich

"Viele entdecken die Lust am Laufen"

07. April 2021 10:26 Uhr

"Viele entdecken die Lust am Laufen"
Hoffentlich bald wieder möglich: Weidlinger als "Vorläufer"

LINZ. Oberösterreichs Laufveranstalter warten auf das "Freizeichen" – auch der Tempomacher des Linzer Marathons, Günther Weidlinger, freut sich auf den neuen Anlauf.

Termin noch nicht fixiert!" Dieser Zusatz steht hinter den meisten Veranstaltungen, die aktuell im provisorischen Kalender der oberösterreichischen Volksläufe aufgelistet sind. Die Corona-Pandemie stellt die Geduld (und Ausdauer) der Organisatoren schon ein Jahr lang auf eine harte Probe. Was das Virus nicht konnte: die Freude an der Bewegung einbremsen.

Das Gegenteil ist der Fall. "Viele entdecken die Lust am Laufen. Das ist ein positiver Effekt der schwierigen Situation", sagt Günther Weidlinger, der als einer der Tempomacher des Oberbank Linz Donau Marathons seit Monaten im Modus eines Hindernisläufers unterwegs ist. Obwohl aktuell noch einige Hürden im Weg stehen, ist er zuversichtlich, dass der im Vorjahr abgesagte Lauf-Höhepunkt des Jahres am 25. Oktober über die Bühne gehen kann. Weidlinger: "Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren."

Dass analog zum Frühlingserwachen viele Menschen laufend ihren Bewegungshunger stillen, hat der ehemalige Top-Läufer mit Freude registriert. "Ich werde derzeit von vielen Leuten um Lauf-Tipps gefragt. Das Interesse ist sehr groß. Ich glaube, dass sich dieser Boom auch auf die Volksläufe auswirken wird, wenn diese wieder möglich sind", sagt Weidlinger.

"Die Sportuhr lügt nicht"

Unterstützt wird die Lauf-Lust auch von einem Digitalisierungsschub – "Fitness-Tracker, Sportuhren oder Apps für das Handy sind Wegbegleiter vieler Hobbyläufer, was für Experte Weidlinger ein positiver Trend ist. "Es ist gut, wenn mit dieser Technik jedes Training aufgezeichnet wird. Die Sportuhr lügt nicht."

Aber der beste virtuelle Lauftrainer kann den leibhaftigen Instruktor nicht ersetzen. Weidlinger: "Ein Check beim Sportmediziner ist auf jeden Fall anzuraten, wenn jemand ernsthaft mit dem Laufen beginnen möchte. Auch individuell abgestimmte Trainingsprogramme können nicht durch eine Computersoftware ersetzt werden."

Nicht mehr bis zum Herbst auf den Startschuss warten möchte Andreas Berger, der als sportlicher Event-Organisator sehr umtriebig ist. Beim Traunsee Halbmarathon, bei dem wie beim Linzer Marathon die Oberösterreichischen Nachrichten der Medienpartner sind, will er am 19. Juni zumindest 500 Teilnehmer ins Laufen bringen. Im Volkslauf-Bereich ist der Re-Start schon am 24.  April mit dem Loverun im Wiener Prater geplant. "Natürlich wird es Auflagen wie verpflichtende Tests vor dem Rennen geben. Wir haben zur Sicherheit jedenfalls mehrere Konzepte in der Schublade", sagt Berger.

Zahlreiche Veranstalter bieten jetzt kreative Lösungen an. Virtuelle Laufbewerbe sind für einige zum "Fluchtweg" geworden, bis ein kollektives Lauferlebnis wieder möglich sein wird. Am Traunsee wird Berger demnächst eine permanente Laufstrecke von Ebensee nach Gmunden einrichten, auf der man nach Registrierung auf der Halbmarathon-Homepage mit Zeitnehmung Meter machen kann. Am 8. Mai wird Berger auf sechs Laufbahnen auf dem Welser Hauptplatz ein neues Rennformat ausprobieren, bei dem um die Wette gesprintet wird – unter Einhaltung der Abstandsregel natürlich.

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