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Verstrahlte Schwammerl? Entwarnung von Experten

Von Michael Schäfl   16.September 2021

Verstrahlte Schwammerl? Entwarnung von Experten

7563 Becquerel pro Kilogramm Strahlenbelastung stellte die Umweltorganisation Global 2000 in Eierschwammerln von der Stubwiesalm bei Spital am Pyhrn fest. Und löste damit große Aufregung aus, denn dieser Wert ist zwölfmal höher als der in der EU geltende Grenzwert. Experten geben aber Entwarnung.

Das radioaktive Isotop Cäsium 137 wurde in den Schwammerln gefunden, es stammt vom Tschernobyl-GAU vor 35 Jahren. "Der in den Schwammerln gefundene Wert ist ungewöhnlich hoch", sagt Medizinphysiker Bernhard Gruy vom Ordensklinikum Linz. "Hat aber mit der durchschnittlichen Strahlenbelastung von Eierschwammerln nichts zu tun. Der liegt bei 2800 Becquerel pro Kilo weit niedriger." Der Wert von 7563 Becquerel pro Kilo entspreche der Strahlenbelastung, der man bei einem Langstreckenflug von Frankfurt nach New York ausgesetzt ist. "Gefahr geht von den Schwammerln sicherlich keine aus." Bei hoher Dosis kann Cäsium 137 "zu Genschäden oder Krebs führen", sagt Josef Dierneder, Leiter des Instituts für Nuklearmedizin am Ordensklinikum.

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08. Dezember 2021