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Oberösterreich

Verletzt im Beauty-Salon: "Das waren Pfuscher"

Von Roland Vielhaber 23. Mai 2019 08:14 Uhr

Verletzt im Beauty-Salon: "Das waren Pfuscher"
Wenn eine Schönheits-Behandlung ins Auge geht: Eine 38-Jährige war danach fast blind.

LINZ. Wirtschaftskammer warnt vor dubiosen Internet-Lockangeboten.

"So etwas haben wir noch nie erlebt." Dass eine 38-jährige Frau bei einer kostenlosen kosmetischen Behandlung in einem sogenannten Beautystudio im Bezirk Linz-Land schwer verletzt worden ist, macht Vertreter der Wirtschaftskammer fassungslos. Sie warnen vor unseriösen Angeboten, vor allem, wenn diese im Internet angepriesen werden.

"Das war kein Kosmetikstudio, sondern das waren Pfuscher. Und die gehören angezeigt", sagt Maria Klimitsch, Referentin der Landesinnung für Fußpfleger, Kosmetiker und Masseure. Was war passiert?

Der Kundin des Studios, eingerichtet in einer Art Hinterzimmer bei einem Frisörsalon, wurde ein jugendlicheres Aussehen versprochen. Ein hochkonzentrierter Ultraschall wurde eingesetzt, um Falten und Fettgewebe zu behandeln. Die Schönheitskur ging schief: Die 38-Jährige konnte nach der Behandlung nichts mehr sehen, sie musste zu einem Augenarzt ins Linzer Kepler-Klinikum. Laut Polizei soll die "Behandlung" gravierende Dauerfolgen für die Frau haben. Das Ultraschallgerät sei, so die Polizei, zwar bei Kosmetikbehandlungen üblich, aber nicht als Medizinprodukt eingestuft. Weiters war für das Beautystudio kein "reglementiertes Gewerbe" angemeldet und es hatten der Inhaber des Gewerbes und die Angestellte weder eine Befähigungsprüfung noch einen einschlägigen Lehrberuf erlernt. Die 38-Jährige erstattete eine Anzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung.

 

 

Wie man derartige "Pfuscher" erkennt? "Es gibt sichtbare Zeichen. So haben die Studio-Betreiber oft ihren Ausbildungsbrief an der Wand aufgehängt. Und von der Kammer gibt es ein Qualitätssiegel, das nur verliehen wird, wenn strenge Kriterien erfüllt werden", sagt Sprecherin Klimitsch. Die meisten Unternehmer würden diese Qualitätssiegel auch sichtbar im Geschäft anbringen.

3000 Studios im Land

Klimitsch selbst hat von einem derartigen Fall wie nun in Linz-Land passiert noch nie gehört, aber "im Internet gibt es leider genügend dubiose Angebote. Da ist Vorsicht geboten."

Insgesamt gibt es in Oberösterreich rund 3000 Studios, in denen Fußpflege, Kosmetik und Massagen angeboten werden. "Sie alle arbeiten auf einem hohen Niveau."

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