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Oberösterreich

Unwetter: Straße nach massivem Hangrutsch gesperrt

Von nachrichten.at   13. Mai 2022 19:18 Uhr

Luftaufnahmen zeigen den betroffenen Bereich

SCHWAND IM INNKREIS. Nach heftigen Niederschlägen ist es im Innviertel zu einem Hangrutsch gekommen. Der betroffene Bereich ist für mindestens zwei Wochen gesperrt.

Es war am Freitag gegen 14 Uhr, als es in der sonst so ruhigen Ortschaft Brunn im Gries plötzlich laut wurde: Unter mächtigem Getöse lösten sich Tonnen an Erdmassen direkt neben der Fahrbahn der L1001 und rutschten über einen Hang ab. Durch die sintflutartigen Regenfälle der vergangenen Nacht war auch die Fahrbahn unterspült worden.

Ein Zeuge meldete den Murenabgang im Gemeindegebiet von Schwand via Notruf bei der Polizei. Die Beamten stellten bei einem Lokalaugenschein vor Ort fest, dass ein gefahrloses Passieren der betroffenen Stelle nicht mehr möglich ist. Zudem bestünde die Gefahr, dass sich weitere Erdmassen lösen, hieß es am Freitagabend seitens der Exekutive. Mehr Bilder sehen Sie in der Galerie:

Hangrutsch nach Unwetter im Innviertel

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Bild 1/8 Bildergalerie: Hangrutsch nach Unwetter im Innviertel

Für die Absicherungsarbeiten wurde die Feuerwehr Schwand im Innkreis gerufen. Die Einsatzkräfte hatten schon in der Nacht davor alle Hände voll damit zu tun, Sturmschäden zu beseitigen. In der Nähe vom ehemaligen "Brunnerwirt" hatte der Sturm einen großen Baum umgeworfen, der eine Straße blockierte. 

Die L1001 wurde zwischen der Kreuzung nach Oberrothenbuch und Schwand im Innkreis in beiden Richtungen gesperrt. Eine Umleitung ist eingerichtet. Der Bereich ist zunächst für mindestens 14 Tage nicht befahrbar, da umfangreiche Sanierungsmaßnahmen durchgeführt werden müssen.

Maibaum drohte auf Stadtplatz zu kippen

Heftiger Donner, Wind und starker Regen ließen viele Oberösterreicher in der Nacht auf Freitag aus dem Schlaf schrecken, als kurz nach Mitternacht eine Gewitterfront das Bundesland erreichte. Größere Schäden blieben jedoch glücklicherweise aus: Das Landesfeuerwehrkommando verzeichnete nur sieben Einsätze. Es sei eine "fast normale Nacht" gewesen, hieß es vonseiten des Verbands.

Zu einer brenzligen Situation führte das Unwetter allerdings in Schwanenstadt (Bezirk Vöcklabruck): Dort beschädigte ein kurzer, heftiger Windstoß die Verankerung des Maibaums derart, dass der 36,6 Meter hohe Baum in eine Schieflage geriet und umzukippen drohte – und das mitten auf dem Stadtplatz.

Gewitter: Maibaum drohte auf Stadtplatz umzukippen
Vier Stunden lang waren zwei Feuerwehren im Einsatz.

Mit Kran umgelegt und abgebaut

"Der Maibaum hat sich in Richtung Wohnhäuser geneigt", sagt Walter Pfeiffer, Kommandant der Feuerwehr Schwanenstadt, die den Einsatz gemeinsam mit den Kollegen aus Vöcklabruck bewältigte. „Wäre er umgefallen, wäre er vermutlich die Gebäude entlang geschrammt und auf die parkenden Autos gestürzt. Wir mussten den Baum deshalb mithilfe eines Krans und einer Teleskopmastbühne umlegen.“

Zuvor wurde der Stadtplatz aus Sicherheitsgründen geräumt: Fahrzeugbesitzer wurden verständigt und aufgefordert, ihre Autos wegzufahren, einige Wagen wurden abgeschleppt, weil die Eigentümer nicht erreichbar waren, die Nachtschwärmer mussten den Platz verlassen. Aufgestellt wird der Maibaum übrigens nicht mehr: "Es musste schnell gehen, weil wir nicht wussten, wie sich das Wetter entwickelt", sagt Pfeiffer. "Also haben wir ihn in zwei Teile zerlegt."

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