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Oberösterreich

Tödlicher Unfall bei Waldarbeiten im Mühlviertel

Von nachrichten.at   18. Januar 2021 15:36 Uhr

WARTBERG/AIST. Zu einem tragischen Forstunfall ist es am Montag in Wartberg (Bezirk Freistadt) gekommen.

Eine 60-jährige Frau wurde von einem umgestürzten Baum getroffen und verstarb noch am Unglücksort, teilte die Landespolizeidirektion am Nachmittag mit. 

Der Unfall ereignete sich kurz vor Mittag, als die Mühlviertlerin ihrem gleichaltrigen Ehemann bei Forstarbeiten half. Sie saß im Traktor und bediente die Seilwinde, während er mit der Motorsäge einen Baum fällte. Als der Baum umstürzte, riss dieser einen weiteren, kleineren Baum mit, der die Frau mit der Spitze am Kopf traf - so unglücklich, dass für sie jede Hilfe zu spät kam. 

Zu einem schweren Forstunfall kam es am Montag auch in St. Marien im Bezirk Linz-Land. Ein 56-Jähriger hatte eine Esche gefällt und wollte sie entasten. Doch plötzlich stürzte ein 30 Zentimeter dicker Ast der Baumkrone auf ihn. Er wurde dabei so schwer verletzt, dass er mit dem Notarzthubschrauber ins Krankenhaus nach Steyr geflogen werden musste.

"Großer Schock und Verlust" in Gaspoltshofen

Erst am Wochenende war in Gaspoltshofen (Bezirk Grieskirchen) ein Landwirt bei Forstarbeiten tödlich verunglückt - die OÖN haben berichtet

Die Nachricht vom tragischen Tod des 57-Jährigen verbreitete sich in seiner Heimatgemeinde wie ein Lauffeuer. "Das ist ein großer Schock und Verlust. Ich hab ihn irrsinnig gerne gemocht. Er war ein ganz zuverlässiger und hilfsbereiter Mitarbeiter und ein ruhiger und sympathischer Kerl", sagt Wolfgang Klinger, Unternehmer, Landesrat sowie Bürgermeister in Gaspoltshofen.

Seit den 90er-Jahren arbeitete der Nebenerwerbslandwirt Manfred G. in dem von Klinger gegründeten Transportunternehmen als Lkw-Fahrer und im Winterdienst. "Auf ihn als Schneepflugfahrer hat man sich in der Früh verlassen können. Solche Leute bekommt man selten", so Klinger.

Der alleinstehende Mann dürfte am Sonntag mit den Forstarbeiten begonnen haben. Ohne Schutzausrüstung fällte er in einem steilen Waldstück eine von Schädlingen befallene Esche mit der Motorsäge. Dabei kam es zu dem tödlichen Unfall. Eine zufällig vorbeigekommene Spaziergängerin entdeckte den leblosen Mann. Jede Hilfe kam zu spät. "Das ist tragisch. Es passieren wahnsinnig viele Unfälle wegen des Eschensterbens. Die ganze Holzarbeit ist gefährlich", sagt Klinger.

 

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