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Oberösterreich

Tag der Freiwilligkeit: "Die Dankbarkeit der Menschen ist überall zu spüren"

05. Dezember 2020 00:04 Uhr

Tag der Freiwilligkeit: "Die Dankbarkeit der Menschen ist überall zu spüren"
Mit 61 Jahren legte Traunsteiner die Sanitäterprüfung ab.

THOMASROITH, WELS. Mit 60 begannen Bernhard Traunsteiner und Wolfgang Partinger spät mit dem Ehrenamt.

"Danke, dass Sie mir geholfen haben." Es sind Worte wie diese, die Bernhard Traunsteiner nach einem anstrengenden 12-Stunden-Dienst Kraft geben. Mehr als eine halbe Million Oberösterreicher engagieren sich ehrenamtlich, Helfern wie ihnen ist der heutige internationale Tag der Freiwilligkeit gewidmet. Mit Anfang 60 begeisterten sich Bernhard Traunsteiner und Wolfgang Partinger erst recht spät für das Ehrenamt. Ans Aufhören denken die beiden aber keinesfalls.

"Zwischen den ganzen Zivis bin ich quasi der Methusalem", sagt Traunsteiner. "Aber die Zusammenarbeit funktioniert perfekt, wir können viel voneinander lernen." Mit 61 Jahren legte Traunsteiner erst die Sanitäterprüfung ab, und ist seither regelmäßig für die Dienststelle Thomasroith im Rettungsdienst unterwegs.

Beschäftigung in der Pension

Eigentlich hatte der 63-Jährige ja nach einer Beschäftigung in der bevorstehenden Pension gesucht, als er vor drei Jahren zu einem Infoabend des Roten Kreuzes ging. Doch der Funke sprang sofort über. "Für mich stand fest, dass ich jetzt gleich Sanitäter werden möchte", sagt der Außendienst-Mitarbeiter. "Ich gebe nur einen Teil von meiner Freizeit und bereite meinen Mitmenschen eine riesige Freude." Wie lange er noch im Rettungsdienst arbeiten möchte? "So lange ich darf und eine Hilfe bin, werde ich helfen. Und wenn ich dann in Pension bin, helfe ich einfach noch mehr", sagt Traunsteiner. "Die Dankbarkeit der Menschen ist überall zu spüren."

Mehr Verständnis

Jahrzehntelang war Wolfgang Partinger in Wels als Polizist im Einsatz. Heute setzt sich der 66-Jährige für sozial benachteiligte Kinder ein. "Ich habe im Dienst so viele Jugendliche gesehen, die auf die schiefe Bahn geraten sind, und mich immer gefragt, wie es soweit kommen kann", sagt der Pensionist.

Tag der Freiwilligkeit: "Die Dankbarkeit der Menschen ist überall zu spüren"
„Ich habe bei der Polizei Jugendliche gesehen, die auf die schiefe Bahn gekommen sind. Ihnen zu helfen, ist eine Herzensangelegenheit.“ Wolfgang Partinger, Pensionist

Seit vier Jahren arbeitet er nun schon im Lerncafé der Caritas und hilft Schülern bei den Hausaufgaben. Und gewann auch Verständnis für ihre Probleme. "Kinder mit schlechten Deutsch-Kenntnissen werden vom Schulsystem überrollt, die haben kaum eine Chance. Da können auch die Eltern nicht helfen", sagt Partinger, der in der Krise jetzt via Webcam Nachhilfe gibt.

"Ohne das tolle Engagement unserer Freiwilligen wäre die Betreuung der Kinder gar nicht möglich", sagt Michaela Lehofer, Leiterin der sechs Caritas-Lerncafés in Oberösterreich. "So können wir benachteiligten Kindern mehr Chancen im weiteren Leben eröffnen."

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